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EDEKA und WWF sind Partner für nachhaltige Waldwirtschaft

© WWF / EDEKA
© WWF / EDEKA

Die Wälder der Welt sind bedroht. Der Hunger nach dem Rohstoff Holz trägt dazu bei. Holz landet in vielfältiger Form auch im Supermarktregal: Als Alltagsprodukt vom Taschentuch über das Schreibpapier bis zur Grillkohle, aber auch als Verpackung. Hier setzt die Zusammenarbeit von WWF und  EDEKA im Bereich Holz, Papier und Tissue an.

Etwa ein Drittel der Landfläche der Erde, mehr als vier Milliarden Hektar, sind Wälder. Sie beherbergen unzählige Tier- und Pflanzenarten, regulieren das Klima und speichern unsere Süßwasservorräte. Wälder sind zudem Lebensgrundlage für Millionen von Menschen. Doch die Wälder sind bedroht. Jährlich nimmt die weltweite Waldfläche um durchschnittlich 13 Millionen Hektar ab. Dies entspricht rund 35 Fußballfeldern pro Minute.

Brandrodung oder Umwandlung in Agrarland sind wesentliche Ursachen für die fortschreitende Waldzerstörung. Aber der Wald liefert auch den Rohstoff Holz. Und dieser wird – ob legal oder illegal geschlagen – global in großen Mengen gehandelt und industriell weiterverarbeitet.

Regenwald in Sumatra © Mubariq Ahmad / WWF Indonesien
Regenwald in Sumatra © Mubariq Ahmad / WWF Indonesien

Der WWF kämpft mit mehr als 300 Projekten in fast 90 Ländern für die Bewahrung der Wälder – durch die Ausweisung von Schutzgebieten genauso wie durch die Förderung naturnaher Waldwirtschaft. Waldschutz beginnt für den WWF dabei ganz nah: Laut Umweltbundesamt lag der Verbrauch von Papier, Pappe und Karton in Deutschland im Jahre 2010 bei 242,9 kg pro Einwohner. Ein Großteil der industriell gefällten Bäume landet also in Form von Schreibpapier, Küchentüchern oder Verpackungen auch bei uns.

Einsparen von Papier ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Wälder. Wo möglich, sollte Recyclingpapier eingesetzt werden. Wo der Kauf von Papierprodukten aus Frischfaserpapier, nicht vermieden werden kann, bietet das Zertifizierungssystem des „Forest Stewardship Council®“ eine gute Alternative. Das gilt auch für Holzprodukte. Das FSC®-Siegel bedeutet, dass das Holz aus Wald stammt, der bewirtschaftet wird, dies aber unter strengen Prinzipien und Kriterien, die den Wald als Ökosystem langfristig erhalten sollen. Der FSC-Standard schreibt vor, dass die ökologischen Funktionen eines Waldes erhalten bleiben müssen, er soll dazu beitragen, vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten zu schützen und die Rechte der Ureinwohner und der Arbeitnehmer zu sichern.

EDEKA UND DER WWF

Naheliegend, dass die Partnerschaft von WWF und EDEKA auch auf diesem Gebiet ansetzt: EDEKA hat das Ziel, alle EDEKA Holz- und Papier-Eigenmarkenprodukte inklusive Endverbraucherverpackungen bis Ende 2015 auf vorzugsweise Recycling oder FSC® umzustellen sowie alle Eigenmarken-Tissue-Produkte bis 2017 zu 100 Prozent auf vorzugsweise Recycling oder FSC® umzustellen und den Recyclinganteil auszubauen. Bis 2017 strebt EDEKA an, dass auch alle Eigenmarken-Transport-/Versandverpackungen entsprechend umgestellt werden. Grundsätzlich gilt für alle Bereiche, dass Einsparung vor Recycling vor FSC bevorzugt wird. Das gilt auch für Verpackungen.

Interview mit Daniel Müsgens, Experte für die nachhaltige Beschaffung und Nutzung von Holz und Papier beim WWF

Daniel Müsgens © Robert Günther / WWF
Daniel Müsgens © Robert Günther / WWF

EDEKA stellt alle EDEKA Holz- und Papier-Eigenmarkenprodukte inklusive Endverbraucherverpackungen auf vorzugsweise Recycling mit dem Siegel Blauer Engel oder FSC® um. Können Sie uns eine Größenordnung geben, von wie vielen Produkten wir hierbei sprechen?

Bei den Holz- und Papier-Eigenmarkenprodukten sprechen wir von rund 140 Erzeugnissen, darunter beispielsweise der Schreibblock oder die Grillkohle. Aber ungleich mehr Eigenmarkenprodukte sind zum Beispiel in einem Faltkarton verpackt oder mit einem Kartonlabel versehen. Da sprechen wir dann von rund 2200 derart verpackten Eigenmarkenprodukten. Viel „Holz“ macht auch der Bereich Versand- und Transportverpackungen aus. Denn EDEKA bietet den rund 4.000 selbstständigen Kauffrauen und Kaufmännern insgesamt rund 3600 Eigenmarken-Produkte an, die für das eigene Sortiment bezogen werden können. Und mit dem Transport ist natürlich die Nutzung von Karton verbunden. 

 

EDEKA strebt an, bis 2017 auch alle Eigenmarken-Transport-/Versandverpackungen komplett auf vorzugsweise Recycling oder FSC umzustellen. Wie unterstützen Sie EDEKA dabei?

Zunächst geht es uns darum, mögliche Risikofälle schnell zu identifizieren. Dazu wird zunächst geschaut, welche Versand- und Transportverpackungen aus Karton oder Holz im Gebrauch sind und mit welchen Lieferanten EDEKA für diesen Bereich zusammenarbeitet. Wir nehmen regelmäßig Faseranalysen vor, um sicherzustellen, dass unsere gemeinsamen Anforderungen gewährleistet sind und nicht etwa Material aus Quellen stammt, Stichwort Raubbau, die wir nicht akzeptieren. Ziel ist es, dass wir zusammen mit EDEKA und den Lieferanten auf nach-haltige Alternativen umstellen. Wir beraten EDEKA außerdem dazu, wie sie grundsätzlich die Beschaffungskriterien und Lieferantenanforderungen auch für die Versand- und Transportverpackungen so anpassen können, dass sie bis 2017 eben auch hier auf vorzugsweise Recycling oder FSC umgestellt haben. Lieferanten, welche für die Versand- und Transportverpackungen zuständig sind, werden dahingehend geprüft, ob sie die Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen. 

 

Wo sehen Sie Potenzial, den Anteil an Recyclingpapier noch auszubauen gegenüber zertifizierter Frischfaser? 

Im Bereich der Transport- und Versandverpackungen lässt sich sehr gut mit Recyclingkarton arbeiten. Bei den Produktverpackungen muss jedoch stets die Lebensmittelsicherheit mitgedacht werden. Solange Druckereien mit mineralölbasierten Farben arbeiten, ist und bleibt das Problem der Migration von Rückständen aus Verpackungen. Kein Thema ist das aber zum Beispiel bei Papier und Zellstoffprodukten, wie beispielsweise Küchentücher oder Schreibwaren. Sie sind ein Ansatzpunkt.

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