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Tönsmeier unterstützt das Projekt Geisternetze des WWF

Geisternetze 2014 © Philipp Kanstinger / WWF

Das Familienunternehmen Tönsmeier aus Porta Westfalica ist seit September 2015 Partner des WWF und unterstützt das Projekt Geisternetze an der Ostsee.

Die Tönsmeier Gruppe aus Porta Westfalica ist ein international tätiges Entsorgungsunternehmen und bietet seit über 50 Jahren europaweit eine breite Palette an Umweltdienstleistungen an. Das wichtigste Ziel des Familienunternehmens ist die Schonung natürlicher Ressourcen. Diesem Anspruch wird Tönsmeier mit verschiedenen Sortier- und Recyclinganlagen gerecht: Hier werden – unter anderem – Glas, Papier, Metalle oder Kunststoffe so aufbereitet, dass sie sich für einen Einsatz als Sekundärrohstoffe eignen. Zur Weiterentwicklung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft engagiert sich Tönsmeier bei wichtigen Forschungsprojekten. So hat sich die Unternehmensgruppe als Konsortialführerin an einem Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beteiligt, um Verfahren zur Rückgewinnung von Wertstoffen aus Deponien zu entwickeln. 

Tönsmeier fühlt sich den vom WWF verfolgten Zielen besonders verpflichtet und möchte sein Engagement für die Umwelt nun ausweiten. Deshalb unterstützt das Unternehmen ab sofort das dringliche Naturschutzprojekt zur Entfernung von Geisternetzen aus der Ostsee und wird dieses als Sponsor für die kommenden drei Jahre langfristig fördern. Darüber hinaus findet ein enger fachlicher Austausch zwischen WWF und Tönsmeier zu verschiedenen Umweltthemen, wie z.B. Recycling, Sekundärrohstoffe und Verpackungen statt.

Fast ein Zehntel des weltweiten Meeresmülls besteht aus Geisternetzen. Laut Schätzungen der Welternährungsorganisation FAO sind es über 640.000 Tonnen. Allein in die Ostsee gelangen jährlich schätzungsweise ca. 5.500-10.000 herrenlose Stellnetzteile, losgerissen von der Küstenfischerei oder im Sturm von Fischerbooten verloren, wo sie Umwelt und Arten gefährden. Auch nach Jahrzehnten stellen sie noch immer eine Gefahr für die Meeresumwelt dar. Das haltbare Kunststoffmaterial zersetzt sich erst nach Jahrzehnten und wird zur lautlosen Falle für  Meeressäuger, Seevögel und Fische.

In einem Pilotprojekt in den Jahren 2011 und 2012 hat der WWF in 82 Tagen bereits 27 Tonnen Netze aus der Ostsee geborgen. Das Pilotprojekt in Deutschland im Jahr 2014  förderte gut 2 Tonnen Netze an Land. Im Sommer 2015 brachten polnische Fischer, vom  WWF koordiniert, über 130 Tonnen Netze aus der polnischen Ostsee an Land. 

Mit der Unterstützung von Tönsmeier ist es möglich, dieses dringliche Projekt weiter fortzuführen und auf immer mehr Ostseeanrainerländern auszuweiten.

Meeresbiologen und Umweltschützer fordern Signalgeber an Netzen, damit sie nach Verlust geortet und eingesammelt werden können und eine Anpassung der Rechtsbestimmungen, so dass ein Netzverlust bis auf Einzelfälle vermieden wird. Doch noch ist das nicht der Fall. Noch werden auch weitere Bergungen sehr aufwändig sein, denn in einem nächsten Schritt wird der WWF 2016 auch frei durch die See treibende Netze bergen. Mit einer Netzegge, einer Art Rechen, können nach polnischem Beispiel auch solche Netze geborgen werden. Das Problem: Am Meeresgrund werden Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet - außerdem weitere, unentdeckte Wracks, welche die Egge beschädigen könnte. Vor einer Bergung müssen Wracks und Munition lokalisiert und Risiken ausgeschlossen  werden. Auch Fragen umweltgerechter Entsorgung und von Recycling müssen geklärt werden.  Eine große Aufgabe, aber der WWF macht weiter im Kampf gegen die Geisternetze in der deutschen Ostsee.

KONTAKT TÖNSMEIER

Boris Ziegler

Karl Tönsmeier Entsorgungswirtschaft

GmbH & Co. KG

Tel: 0571/9744-109

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