Content Section

Naturschutz in Deutschland

Wölfe wieder akzeptieren

© Wild Wonders of Europe / Sergey Gorshkov / WWF

Wölfe wieder akzeptieren

Während Luchse ausgewildert wurden und sich seither langsam ausbreiten, sind Wölfe „von allein“ über alte Wanderwege aus Osteuropa nach Deutschland zurückgekehrt. Seit sie nach EU-Recht nicht mehr gejagt werden dürfen, vermehren sie sich wieder. Aktuell leben vor allem in den ostdeutschen Bundesländern etwa 120 Wölfe. Nicht jeder ist darüber begeistert. Noch immer gibt es Vorurteile und Misstrauen gegenüber Wölfen. Deshalb sucht der WWF den Dialog mit der Bevölkerung. WWF-Wolfsexperte Janosch Arnold leistet nicht nur in Bürgerhäusern und Schulen der betroffenen Gemeinden Aufklärungsarbeit, um Ängste bei den Menschen abzubauen. Er berät auch die Landesregierungen Brandenburgs, Sachsens und Sachsen-Anhalts Managementpläne zu erstellen. Diese sollen etwa regeln, wie Landwirte entschädigt werden, wenn Wölfe Schafe oder Ziegen reißen. WWF-Ziel ist es, dass Mensch und Wolf möglichst konfliktfrei nebeneinander leben können. Deshalb informiert Arnold auch die Bewohner der Wolfsregionen, wie sie ihr Nutzvieh schützen können – am besten durch Elektrozäune oder Herdenschutzhunde. Der WWF wertet zudem Fotofallen und Spuren aus und konnte so 2011 in Sperenberg in Brandenburg ein neues Wolfsvorkommen und 2012 sogar Nachwuchs nachweisen.

  • Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Pinterest
  • drucken