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Naturschutz in Deutschland

Mehr Wildnis nach der Wiedervereinigung

Seeadler © Ralph Frank

Mehr Wildnis nach der Wiedervereinigung

Im schleswig-holsteinischen Mölln begann der WWF 1968 seine nationale Projektarbeit. Dort baute Thomas Neumann die WWF-Naturschutzstelle Nord auf, mit deren Team unter anderem die großen WWF-Flächenschutzprojekte Schaalsee, Uckermärkische Seen und Drömling entwickelt und betreut werden. Neumann ist langjähriger Leiter des Fachbereichs Naturschutz-Flächenmanagement beim WWF Deutschland. Er erinnert sich noch gut an die Anfänge des Naturschutzes in Deutschland: „In den 1970ern war die Naturzerstörung schonungslos und massiv. Die letzten Moore wurden entwässert, abgetorft und nutzbar gemacht. Umweltchemikalien wie DDT hatten ganze Nahrungsketten vergiftet. Infolgedessen standen nicht nur die letzten Seeadler kurz vor dem Aussterben. Zugleich herrschte zu dieser Zeit Aufbruchstimmung. Überall begannen sich Ehrenamtliche für den Schutz der Natur einzusetzen. Horste und Niststätten gefährdeter Vögel wurden bewacht, mit Spaten und Muskelkraft Moore wiedervernässt. 1970 kaufte der WWF erste Moorflächen, um Naturzerstörung zu verhindern und Lebensräume zu erhalten.“

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