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Hundenasen gegen Wildtierschmuggel

Tigerfell (Symbolbild) © Pavel Fomenko / WWF

Hundenasen gegen Wildtierschmuggel

Das Geschäft mit Tigerfellen und -knochen ist illegal, aber leider auch sehr lukrativ. In der traditionellen chinesischen Medizin werden Tigerprodukten besondere Heilkräfte nachgesagt, weshalb in China für ein Tigerfell oder ein Kilo Tigerknochen Summen von mehreren Tausend Dollar bezahlt werden. Um den Wildtier-Schmuggel einzudämmen, setzen die Zollbeamten immer häufiger auf Artenschutz-Spürhunde, die illegale Tierprodukte erschnüffeln. Mit ihrer guten Nase und dem entsprechenden Training nehmen Hunde winzigste Düfte wahr, für die Menschen quasi „riechblind“ sind. Schäferhund Navigator spürte so an der russisch-chinesischen Grenze kürzlich die traurigen Überreste eines Amur-Tigers auf: Man fand 1,2 Kilogramm eines Gemischs aus Bären- und Tigerfleisch und die Kieferknochen eines Tigerjungen. Der WWF unterstützt seit 1993 die Ausbildung spezieller Tigerschutzeinheiten in Russland zur Bekämpfung der Wilderei vor Ort. Mit dem Artenschutzprogramm TRAFFIC ist er auch an den Zollbehörden an der Grenze am Amur aktiv, um den Schmuggel von Tigerprodukten nach China zu verhindern.


Streberwissen: Säugetiere, bei denen der Geruchssinn besonders gut entwickelt ist – dazu gehören die meisten Insektenfresser, Nagetiere, Huftiere und Raubtiere – nennt man Makrosmatiker (griechisch „Großriecher“). Im Gegensatz dazu können Mikrosmatiker – das sind Seekühe und Primaten, also auch Menschen – nicht gut oder gar nicht riechen. Der Hund ist mit 85 Quadratzentimetern Riechepithelfläche (das ist die Fläche, auf der sich die Riechzellen befinden) ein klassischer Makrosmatiker. Dagegen kann der Mensch mit seinen mikrosmatischen 2,4 Quadratzentimetern Riechepithelfläche nur abstinken.


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