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Stand: 14.07.2016

Die Ammer muss wild bleiben

In den Alpen findet sich die größte Artenvielfalt Europas. Wildflüsse sind ein wichtiges Element in einer natürlichen, abwechslungsreichen Berg-Landschaft. Die Ammer zwischen Oberammergau und dem Ammersee ist einer der letzten Nordalpenflüsse, die ohne Speicher und Großwasserkraft von der Quelle bis zur Mündung in einen Voralpensee fließen. Sie ist so artenreich wie kaum eine andere Wildflusslandschaft im Nordalpenraum. Um diese Vielfalt zu schützen, ist der WWF seit Januar 2010 an der Wildflusslandschaft Ammer aktiv.

Selbst bei Niedrigwasser mitreissend: Die Ammer. © Claire Tranter / WWF
Selbst bei Niedrigwasser mitreissend: Die Ammer. © Claire Tranter / WWF

Was die Ammer bedroht

Flussverbauung: Besonders gravierende Verbauungsmaßnahmen sind Begradigung und Eindeichung von Flüssen. Bei Hochwasser werden große Flächen überschwemmt und das Flussbett verlagert sich. Wird dies durch solche Verbauungsmaßnahmen verhindert, haben Kies- und Schotterablagerungen, Baumbewuchs, Totholz-Ansammlungen sowie die darauf angewiesenen Tiere und Pflanzen keinen Platz mehr. 

 

Wasserkraft zur Energiegewinnung: Die regenerative Stromerzeugung durch Wasserkraft ist zwar CO2-neutral. Gesamtökologisch gesehen ist es deshalb aber keine unproblematische Form der Energiegewinnung. Wehranlagen stören die Wanderung von Fischen sowie die natürliche Gewässerdynamik.

 

Tourismus, Freizeitnutzung: Viele Menschen möchten sich in schöner Umgebung erholen und wollen die Natur genießen. Nicht alle sind dabei jedoch umsichtig genug, so dass dies auch Probleme bereiten kann. Insbesondere Vögel in der Brutzeit sind sehr empfindlich. 

 

Land- und Forstwirtschaft: Bei landwirtschaftlicher Nutzung fehlt oft ein Pufferstreifen. Dieser ist aber wichtig, um Dünger, Pestizide und feine Bodenpartikel abzufangen, die bei Starkregen von den Feldern gelöst werden.

 

Das tut der WWF

Der WWF zeigt mit seinem Projekt an der Ammer, dass es möglich ist, ein Gebiet zu schützen und gleichzeitig unterschiedlichen Interessen gerecht zu werden. Dafür werden folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Besucherlenkung durch Öffentlichkeitsarbeit und Information
  • Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort
  • Schutzgebiete schaffen und renaturieren
  • Grenzüberschreitende Kooperation 

Spende der Sparda-Bank München

Christine Miedl, Direktorin Unternehmenskommunikation der Sparda-Bank München (rechts im Bild), überreicht eine Spende der Sparda-Bank an Dr. Diana Pretzell, Leiterin Naturschutz Deutschland © Gerhard Schmolke
Christine Miedl, Direktorin Unternehmenskommunikation der Sparda-Bank München, überreicht eine Spende der Sparda-Bank an Dr. Diana Pretzell, Leiterin Naturschutz Deutschland © Gerhard Schmolke

„Wir freuen uns, dass wir die Sparda-Bank München als Unterstützer für das Engagement des WWF Deutschland an den bayrischen Wildflüssen gewinnen konnten“, betont Diana Pretzell. Die Fördersumme in Höhe von jährlich 15.000 Euro bis 2020, also insgesamt 75.000 Euro, überreicht Christine Miedl, Direktorin Unternehmenskommunikation der Sparda-Bank München, bei einem Festakt mit der bayerischen Umweltministerin Scharf in der Stadthalle Weilheim. Mit der Spende kann der WWF seinen Eigenanteil im Projekt „Alpenflusslandschaften“ finanzieren. „Die Sparda-Bank ist in der Region fest verwurzelt. Daher finden wir es wichtig, Verantwortung für die Natur zu übernehmen“, erklärt Christine Miedl das Engagement der Bank.

KONTAKT

Sigrun Lange

Projektkoordination / Öffentlichkeitsarbeit
WWF-Büro Weilheim
Tel.: 0881-122333-13
sigrun.lange(at)wwf.de

Mathias Fischer
Renaturierung von Wildflüssen
WWF-Büro Weilheim
mathias.fischer(at)wwf.de

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