WWF Deutschland

http://www.wwf.de/


Content Section

Lake Arpi- & Javakheti-Nationalpark

Grenzübergreifendes Schutzgebiet

Aktuell liegt der Fokus der WWF-Bemühungen auf der Ausweisung eines länderübergreifenden Schutzgebietes im Grenzgebiet Georgiens, Armeniens und der Türkei. Das Gebiet liegt auf einem 1.900 bis 3.300 Meter hoch gelegenen Bergplateau vulkanischen Ursprungs.

Bergplateau im Kaukasus. © Aurel Heidelberg / WWF
Bergplateau im Kaukasus. © Aurel Heidelberg / WWF

Kontinentales Klima mit sehr kalten, schneereichen Wintern, baumfreie  Steppen und subalpines Grasland sowie Seen und Feuchtgebiete machen es zu einer besonderen Naturlandschaft. Die Seen und Feuchtgebiete dienen vielen Zugvögeln als Rastplatz auf ihren langen, kräftezehrenden Flug in ihre Überwinterungs- beziehungsweise Brutgebiete. Hier finden sie ein umfangreiches Nahrungsangebot und den notwendigen Schutz vor menschlichen Störungen.

 

Doch Überweidung durch die vielen Kuh- und Schafherden und die damit einhergehende Zerstörung der Vegetation und Eutrophierung (Überdüngung) der Gewässer gefährden das Ökosystem zusehends.

 

Mit finanzieller Unterstützung der KfW Bankengruppe soll nun ein grenzübergreifendes Schutzgebiet aus dem georgischen Javakheti-Nationalpark mit rund 20.000 Hektar und dem armenische Lake Arpi-Nationalpark mit rund 16.000 Hektar entstehen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird der WWF Managementpläne für beide Parks auf Grundlage der nationalen Gesetze und in länderübergreifender Kooperation entwickeln. Gleichzeitig wird der WWF die Infrastruktur (Parkgebäude, Wanderwege, Informationszentrum etc.) aufbauen und das Parkpersonal ausbilden.

 

Die Verknüpfung von zwei Nationalparks zu einem grenzübergreifenden Schutzgebietskomplex auf der Grundlage eines einheitlichen Naturschutzplans für den Kaukasus (ECP) ist ein einmaliges Modellprojekt im krisengeschüttelten Kaukasus und wird richtungweisend für weitere multilaterale Naturschutzprojekte sein.

   
Artenvielfalt
bewahren
Artenvielfalt
bewahren