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Ein starkes Team - Länderübergreifend Natur schützen

Die Ökoregion des Kaukasus umfasst die Länder Armenien, Aserbaidschan und Georgien, sowie Teile von Iran, Russland und der Türkei. Der ökonomische und strukturelle Wandel, Krisen und Konflikte zwischen Staaten und ethnischen Gruppen erschweren eine effektive grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen diesen Ländern. Es hat sich aber gezeigt, dass Naturschutz und nachhaltige Entwicklung wie kein anderes Thema Brücken schlagen konnte und die Zusammenarbeit zwischen den Staaten fördert.

© Daniel Goliasch / WWF
© Daniel Goliasch / WWF

Der WWF hat sich daher in den letzten Jahren zunehmend für die Förderung von länderübergreifenden Naturschutzprojekten engagiert: In den Jahren 2000 bis 2005 koordinierte der WWF die Erstellung eines ökoregionalen Naturschutzplanes. Die Umsetzung dieses Naturschutzplanes ist Aufgabe aller Regierungen und Nichtregierungsorganisationen und wird von dem bereits eingerichteten Naturschutzrat begleitet.

 

Zur langfristigen Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen setzt sich der WWF zusammen mit der KfW-Entwicklungsbank und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) für die Etablierung eines Kaukasus-Naturschutzfonds (Caucasus Protected Area Fund) ein.

 

Ökoregionaler Naturschutzplan

Gemeinsam mit über 160 Vertretern aus Regierungen, Universitäten und Nichtregierungsorganisationen aller sechs Kaukasus-Länder hat der WWF den ökoregionalen Naturschutzplan (Ecoregional Conservation Plan, ECP) erstellt, in dem die Bedrohungen für die herausragende Biodiversität der Ökoregion analysiert und entsprechende Maßnahmen zu deren Schutz entwickelt wurden. Der ECP ist damit ein umfassender Strategieplan für den Biodiversitätsschutz und die Regionalentwicklung im Kaukasus und soll nationalen sowie internationalen Organisationen und Regierungen als Handlungsleitfaden dienen.

 

Der Naturschutzrat der Länder

Die Umsetzung des ECP wird durch den so genannten 'Regionalrat zum Schutz der Biodiversität und zur nachhaltigen Nutzung der Naturressourcen im Kaukasus' begleitet. In diesem Rat wird jedes der sechs Kaukasus-Länder durch zwei Repräsentanten vertreten - einem Regierungsmitglied und einem Vertreter einer Nichtregierungsorganisation. Damit ist der Regionalrat das einzige Gremium, in dem sich Vertreter aller sechs Staaten austauschen können, was in dieser konfliktträchtigen Region keineswegs selbstverständlich ist.

 

Fonds für die Kaukasus-Ökoregion

Die Regierungen spielen eine zentrale Rolle beim Schutz der Biodiversität und bemühen sich um den Schutz ihres Naturerbes, wobei ihre finanziellen Ressourcen jedoch leider oft sehr beschränkt sind. Aus diesem Grund ist das Engagement internationaler Organisationen für den Naturschutz und die nachhaltige Entwicklung in der Region sehr wichtig.

Neben laufenden und projektbezogenen Finanzierungen verschiedener im ökoregionalen Naturschutzplan enthaltener Projekte werden derzeit zwei langfristige Finanzierungsinstrumente aufgebaut:

  • Der 'Caucasus Protected Area Fund', eine Gemeinschaftsinitiative des Bundesministeriums für Entwicklungszusammenarbeit, KfW-Entwicklungsbank und dem WWF, verfolgt die langfristige finanzielle Unterstützung der Naturschutzgebiete und Nationalparks im Südkaukasus.
  • Der 'Small Grants Fund for the Caucasus' fördert, auch vom WWF initiiert, lokale Nichtregierungsorganisationen bei der Umsetzung von Projekten im Bereich Naturschutz und nachhaltige Landnutzung entsprechend den ECP-Prioritäten.
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