1.000 schmelzende Menschen aus Eis auf dem Gendarmenmarkt

Kunstaktion gegen den Klimawandel in Berlin

Anlässlich der Vorstellung der WWF Studie "Arktische Rückkopplungen: Auswirkungen auf das globale Klima. " hat der WWF zusammen mit Berlinern und Besuchern 1.000 handgefertigte Eisfiguren auf der Freitreppe des Konzerthauses am Gendarmenmarkt platziert. Die kleinen, fragilen Skulpturen, angefertigt von der brasilianischen Künstlerin Néle Azevedo, schmelzen und zerfallen innerhalb von 30 Minuten auf den Stufen der Treppe. Sie dienen als eindringliches Symbol für die Bedrohung des Klimawandels für Mensch und Natur.

Die Kunstaktion wird anlässlich der Vorstellung einer WWF-Studie zum Thema Arktis und Klimawandel durchgeführt. Die Studie zeigt, welche Bedeutung die Arktis für das globale Klima besitzt und welchen Einfluss die dortigen Veränderungen auf unser Klima haben können.  

Die Künstlerin Néle Azevedo lebt und arbeitet in Sao Paulo. Sie hat ihre Eis-Intervention „Monumento Minimo“, die ursprünglich als kritische Auseinandersetzung mit Monumenten im urbanen Raum gedacht war, bereits in Brasilien, Frankreich, Japan und Italien durchgeführt. Zuletzt waren die Eisfiguren 2008 in Florenz auf der Piazza Santissima Annunziata zu sehen. Bei der Kunstaktion werden Passanten und Besucher einbezogen. Sie tragen die zerbrechlichen Eisfiguren aus Kühltruhen auf die Treppe und gestalten so die Kunstaktion mit.