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Stand: 09.01.2017

Mehr als 200 Firmen setzen sich ‚Science Based Targets‘

Während der COP22 wurde die Teilnehmerschwelle von 200 Unternehmen überschritten. Darunter sind bislang nur zehn deutsche Unternehmen – Der WWF ermutigt weitere Firmen, sich an der Initiative zu beteiligen und unterstützt Sie bei der Vorbereitung und dem Setzen von wissenschaftsbasierten Klimazielen.

Logo SBT © Science Based Targets Initiave / WWF

Die Science Based Targets Initiative (Deutschsprachige Informationen erhalten Sie bei klimareporting.de, z.B. hier) konnte während der COP22 Klima-Konferenz in Marrakesch eine freudige Nachricht verkünden: Es beteiligen sich nun mehr als 200 Unternehmen an dem Call-to-Action der Initiative; also der Verpflichtung, sich innerhalb der nächsten beiden Jahre ein wissenschaftsbasiertes Klimaziel zu setzen, das im Einklang mit den Ergebnissen des Paris-Abkommens steht, die globale Erderwärmung auf deutlich unter 2°C zu beschränken. Seit dem Start der Initiative Mitte 2015 haben sich somit durchschnittlich zwei Unternehmen pro Woche beteiligt. Diese 200 Vorreiter-Unternehmen aus 33 Ländern und verschiedenen Sektoren sind unmittelbar verantwortlich für 627 Millionen t CO2eq Emissionen.

 

Die Zahl der beteiligten deutschen Firmen ist mit zehn Unternehmen noch überschaubar (Liste der teilnehmenden Firmen finden Sie hier). Nach der Beteiligung am Call-to-Action reicht ein teilnehmendes Unternehmen sein Ziel bei der Initiative ein. Nach einer Prüfung durch die Initiative wird das Ziel anerkannt (oder, falls das Ziel noch nicht ausreichend ist, besteht die Möglichkeit nachzubessern). Die 26 Unternehmen, die bereits anerkannte Ziele haben, stehen für Emissionen von 269 Millionen t CO2eq, das entspricht den Emissionen von Ägypten, welches auf Platz 30 der größten Emittenten rangiert. Unter den 26 Firmen befindet sich noch kein deutsches Unternehmen.

 

Über die direkten Emissionen hinaus werden auch (unter bestimmten Bedingungen – diese können Sie hier einsehen) für Scope 3 Ziele gefordert. Beispielhaft soll Walmart, der weltweit größte Einzelhändler, erwähnt werden. Walmart hat sich jüngst verpflichtet, bis 2030 eine Milliarde t CO2eq in der kompletten Wertschöpfungskette einzusparen – mehr dazu lesen Sie hier (englisch). In diesem Kontext nützlich ist auch die jüngste Publikation von Klimareporting.de: „Unternehmerisches Klimamanagement entlang der Wertschöpfungskette – eine Sammlung guter Praxis“.

Deutsche Vorreiterunternehmen gefragt

Die Welt verändert sich © Thinkstock

Das engagierte Handeln der globalen Wirtschaft ist für die Regierungen unerlässlich, um ihre Versprechen im Rahmen des Pariser Abkommens zu erfüllen. Unternehmen spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, die Kluft zwischen den aktuellen Bemühungen der Regierungen und den notwendigen Emissionsreduktionen zu schließen. Noch beschränken die eingereichten Vorschläge der Nationen die globale Klimaerwärmung nicht auf unter 2°C. Unternehmen müssen sich daher auch ehrgeizige Ziele für Treibhausgasemissionen setzen und entsprechende Strategien einführen, um sicherzustellen, dass der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Gesellschaft schnell genug erfolgt, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels abzuwenden.

 

Der WWF Deutschland ermuntert Firmen sich an der Initiative zu beteiligen. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen zu dem Thema Science Based Targets haben.

 

In unserem Webinar „Einführung in das Thema Science Based Targets“ am 19. Januar werden wir Ihnen ein Einblick in das Thema geben. Für alle, die bereits Kontakt mit dem Thema hatten, wird es im Februar ein Update aus der Initiative geben.

KONTAKT

Alexander Liedke

Manager Sustainable Business + Markets

Tel.: (+49) 30 - 311 777 - 746

E-Mail: alexander.liedke(at)wwf.de

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