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Stand: 20.02.2018

Mehr als 340 Firmen setzen sich ‚Science Based Targets‘

Unter den 341 Firmen, die sich aktuell der Science Based Targets Initiative angeschlossen haben,  sind bislang nur 12 deutsche Unternehmen – Der WWF ermutigt weitere Firmen, sich an der Initiative zu beteiligen und unterstützt Sie bei der Vorbereitung und dem Setzen von wissenschaftsbasierten Klimazielen. Das erste deutsche Unternehmen mit einem anerkannten Ziel ist seit Juni 2017 SAP.

Logo SBT © Science Based Targets Initiave / WWF
Logo Science Based Targets

An der Science Based Targets Initiative (Deutschsprachige Informationen erhalten Sie bei klimareporting.de, z.B. hier) beteiligen sich nun 340 Unternehmen an dem Call-to-Action der Initiative; also der Verpflichtung, sich innerhalb der nächsten beiden Jahre ein wissenschaftsbasiertes Klimaziel zu setzen, das im Einklang mit den Ergebnissen des Paris-Abkommens steht, die globale Erderwärmung auf deutlich unter 2°C zu beschränken. Seit dem Start der Initiative Mitte 2015 haben sich somit durchschnittlich zwei Unternehmen pro Woche beteiligt. Diese 341 Vorreiter-Unternehmen aus 36 Ländern und verschiedenen Sektoren sind unmittelbar verantwortlich für 759 Millionen t CO2eq Emissionen.

 

Die Zahl der beteiligten deutschen Firmen ist mit zwölf Unternehmen noch überschaubar (Liste der teilnehmenden Firmen finden Sie hier). Nach der Beteiligung am Call-to-Action reicht ein teilnehmendes Unternehmen sein Ziel bei der Initiative ein. Nach einer Prüfung durch die Initiative wird das Ziel anerkannt (oder, falls das Ziel noch nicht ausreichend ist, besteht die Möglichkeit nachzubessern). Unter den 90 Firmen befinden sich bislang erst drei deutsche Unternehmen.

 

Über die direkten Emissionen hinaus werden auch (unter bestimmten Bedingungen – diese können Sie hier einsehen) für Scope 3 Ziele gefordert. Beispielhaft soll Walmart, der weltweit größte Einzelhändler, erwähnt werden. Walmart hat sich jüngst verpflichtet, bis 2030 eine Milliarde t CO2eq in der kompletten Wertschöpfungskette einzusparen – mehr dazu lesen Sie hier (englisch). In diesem Kontext nützlich ist auch die Publikation von Klimareporting.de: „Unternehmerisches Klimamanagement entlang der Wertschöpfungskette – eine Sammlung guter Praxis“.

Deutsche Vorreiterunternehmen gefragt

Die Welt verändert sich © Thinkstock

Das engagierte Handeln der globalen Wirtschaft ist für die Regierungen unerlässlich, um ihre Versprechen im Rahmen des Pariser Abkommens zu erfüllen. Unternehmen spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, die Kluft zwischen den aktuellen Bemühungen der Regierungen und den notwendigen Emissionsreduktionen zu schließen. Noch beschränken die eingereichten Vorschläge der Nationen die globale Klimaerwärmung nicht auf unter 2°C. Unternehmen müssen sich daher auch ehrgeizige Ziele für Treibhausgasemissionen setzen und entsprechende Strategien einführen, um sicherzustellen, dass der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Gesellschaft schnell genug erfolgt, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels abzuwenden.

 

Der WWF Deutschland ermuntert Firmen sich an der Initiative zu beteiligen. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen zu dem Thema Science Based Targets haben.

 

Am 2. März 2018 bietet der WWF gemeinsam mit dem Carbon Disclosure Project (CDP ) einen Workshop zu Science Based Targets in Essen an. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite von CDP Europe.

KONTAKT

Alexander Liedke

Manager Sustainable Business + Markets

Tel.: (+49) 30 - 311 777 - 746

E-Mail: alexander.liedke(at)wwf.de

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