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Sachalin: Helfen Sie, die letzten Westpazifischen Grauwale zu retten!

WWF Passport-Aktion in englischer Sprache

Vor der Ostküste der russischen Insel Sachalin leben die letzten Westpazifischen Grauwale. Sie sind ständig gefährdet durch Großprojekte zur Förderung von Erdöl- und Gas, durch Ertrinken in Fischernetzen und Schiffskollisionen.

Diese einzigartigen Wale galten in den 1970er Jahren im Westpazifik bereits als ausgestorben. Aber wie wir heute wissen, überlebte eine kleine Gruppe von ungefähr 130 Grauwalen. Jedoch entsteht derzeit in direkter Nähe ihrer sommerlichen Nahrungsgründe, der Piltun-Bucht vor der russischen Insel Sachalin, das weltweit größte Öl- und Gasför­derprojekt.

Die Folgen sind bereits absehbar: im letzten Jahr wurden deutlich weniger Grauwale in den Piltun-Nahrungsgründen gezählt als üblicherweise.

Experten sehen einen Zusammenhang zwischen dem Unterwasserlärm und dem stetigen Schiffsverkehr für den Bau und Betrieb der Öl- und Gas-Plattformen in diesem Gebiet. Dies gibt Anlass zu größter Sorge, da in dem Bestand noch höchstens 25 bis 35 fortpflanzungsfähige Weibchen leben.  

Der WWF fordert daher von den beteiligten Firmen vor Sachalin – Exxon, Shell, Gazprom, BP und Rosneft – ihre Entwicklungsvorhaben zu stoppen, bis eine Expertengruppe den Einfluss auf die Wale beurteilt und Empfehlungen zur weiteren Vorgehensweise herausgeben hat. Der WWF fordert außerdem, dass weitere Aktivitäten innerhalb des vorgeschlagenen Walschutzgebietes (Sakhalin Marine Federal Wildlife Reserve) sofort eingestellt werden.

Retten Sie die Grauwale – jede Stimme zählt

Geben Sie der Kampagne auch Ihre Stimme und fordern Sie Exxon, Shell, Gazprom, BP und Rosneft auf, ihr Öl- und Gasförderprojekt einzustellen, bis ausreichend Informationen über Schutzmaßnahmen für die vom Aussterben bedrohten Westpazifischen Grauwale vorliegen.

JETZT Mitmachen!

Übersetzung

Da die Aktion in Englisch ist, gibt es hier die Übersetzung der E-Mail an die beteiligten Firmen vor Sachalin – Exxon, Shell, Gazprom, BP und Rosneft:

Betreff: Sofortiger Stopp aller Erdöl- und Gasförderaktivitäten in den Gewässern vor Sachalin, Russland

An

  • Alexey Miller, Vorstandsvorsitzender des Direktoriums, Gazprom 
  • Sergey Bogdanchikov, Vorstandsvorsitzender, Rosneft
  • Jeroen van der Veer, Geschäftsführer, Shell  
  • Tony Hayward, Hauptgeschäftsführer, BP Gruppe
  • Rex W. Tillerson, Präsident und Geschäftsführer, ExxonMobil

Der Westpazifische Grauwal befindet sich am Rande der Ausrottung: es sind nur noch höchstens 130 Tiere am Leben. Wie Sie sicherlich wissen, befinden sich ihre Nahrungsgründe im Sommer und Herbst in den Gewässern vor der russischen Insel Sachalin, eine Region, in der Ihr Unternehmen massiv die Ausbeutung von Öl- und Gasvorkommen vorantreibt.

Gemäß dem Walschutzgremium Western Gray Whale Advisory Panel (WGWAP), einem internationales Expertengremium aus elf renommierten Wissenschaftlern unter der Leitung der Weltnaturschutzunion (IUCN), war die Anzahl der Wale in den Piltun-Nahrungsgründen im letzten Sommer außergewöhnlich gering. Diese beunruhigende Entwicklung wird im Zusammenhang mit der großen Lärmentwicklung bei Baumaßnahmen an den Öl- und Gasförderanlagen gesehen. Diese Entwicklung kann bestandsbedrohend sein, da es nur noch 25 bis 35 fortpflanzungsfähige Weibchen gibt. Das Walschutzgremium WGWAP empfiehlt daher ein Moratorium (temporäre Einstellung) aller industriellen Aktivitäten, welche die Grauwale während ihres Aufenthalts in den Sommer- und Herbstmonaten in ihren Nahrungsgründen stören könnten.

Deshalb bekräftige und unterstütze ich die Forderungen des WWF und anderer Nichtregierungsorganisationen (Greenpeace, Pacific Environment, Sakhalin Environmental Watch und IFAW), dass Sie neue Entwicklungen der Öl- und Gasförderprojekte nahe der Piltun-Bucht solange einstellen, bis eine Expertenkommission den Einfluss auf die Westpazifischen Grauwale analysiert und Ratschläge für die weitere Entwicklung gegeben hat. Ich bitte Sie ebenfalls, weitere Aktivitäten innerhalb des vorgeschlagenen Walschutzgebietes (Sakhalin Marine Federal Wildlife Reserve) zu vermeiden.

Ihr Unternehmen muss verantwortlich handeln und mit den Umweltschützern zusammenarbeiten, um das Überleben und die Bestandserholung dieser vom Aussterben bedrohten Walart zu ermöglichen.

Hochachtungsvoll,

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