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Gemeinsam zum Erfolg: Der WWF unterstützt indigene Völker

Borneo: Die Dayaks

Die WWF-Projekte beinhalten auch die Unterstützung der verschiedenen ethnischen Gruppen der Dayak. Die Unterstützung zielt auf die Stärkung ihrer Selbsthilfefähigkeit und Handlungskompetenz. In diesem Zusammenhang übernimmt der WWF auch eine vermittelnde Rolle zwischen den Gemeinschaften und dem Staat. So brachte der WWF in Mentarang die verschiedenen Akteure zusammen und konnte eine partizipative Park-Verwaltung aufbauen. Seitdem ist die indigene Bevölkerung am Management des Nationalparks Kayan Mentarang beteiligt.


In Betung Kerihun hat der WWF die lokale Infrastruktur für einen einfachen Ökotourismus aufgebaut. Hier profitieren die Gemeinden direkt. Weitere Maßnahmen waren die Einführung organischer Landwirtschaft in ausgewählten Gemeinden (Nassreisanbau, Mais) und gemeindebasierte Aufforstungsmaßnahmen.       

Dayak auf Borneo © Christian Plaep / WWF

Kongobecken: Ein selbstkritischer Blick zurück

Zwischen 1960 und 1980 kam es im Kongobecken zur Schaffung von Schutzgebieten, bei der die Rechte der indigenen Bevölkerung nicht immer ausreichend berücksichtigt wurden. Auch wenn der WWF nicht verantwortlich für die Ausweisungen war und nur begrenzten Einfluss auf die Regierungen hatte: Der WWF muss selbstkritisch feststellen, dass er in dieser Zeit nicht in ausreichendem Maße auf die Wahrung dieser Rechte gepocht hat.


Dies hat sich jedoch grundlegend geändert. Inzwischen hat die Beteiligung der indigenen Gruppen und die Wahrung traditioneller Rechte absolute Priorität. Im Kongobecken hilft der WWF, Selbstverwaltungsstrukturen und partizipative Gremien aufzubauen. Exemplarisch kann hier die Kooperation im Dzanga-Sangha-Schutzgebiet gelten: Um die Situation der BaAka-Pygmäen und der Sangha zu verbessern, startete der WWF mit Finanzierung durch die EU ein Projekt zur Entwicklung nachhaltiger Lebens- und Wirtschaftsformen. Mit dem Einsatz von über einer Million Euro werden gemeinsam mit der Bevölkerung Konzepte für die „Hilfe zur Selbsthilfe“ entwickelt und umgesetzt.

BaAka in Dzanga-Sangha. © Florian Niethammer / WWF

Im überwiegenden Teil des Schutzgebietes ist die kontrollierte Nutzung weiterhin zulässig. Die indigene Bevölkerung profitiert von diesen Regeln, da sie durch die Jagdfeuerwaffen der Mehrheitsbevölkerung stark benachteiligt würde. Alternative Einkommen wie der Ökotourismus in den Schutzgebieten tragen bereits für über die Hälfte der lokalen Bevölkerung direkt oder indirekt zum Lebensunterhalt bei.

Namibia: Gemeindeschutzgebiete

In Namibia hat der WWF das Konzept der Gemeindeschutzgebiete umgesetzt. Hierbei wurden in den letzten 10 Jahren über 60 Gemeindeschutzgebiete legal etabliert, mehr als 30 sollen folgen. Die lokale Bevölkerung erhält zum ersten Mal einen Titel über ihr angestammtes Land. Mit diesem Titel können die Gemeinden dann eine legale Einheit bilden, die das Nutzungsrecht an den natürlichen Ressourcen auf diesem Land erhält. Damit können die oft verarmten Gemeinden das Gebiet nun nachhaltig nutzen und Kooperationen mit touristischen Einrichtungen eingehen. So erhalten die Gemeinden oft zum ersten Mal ein Einkommen, welches sie selbst verwalten können – und es entsteht ein Anreiz die Tier- und Pflanzenarten nachhaltig zu nutzen. 

© Zig Koch / WWF

Amazonas: Zum Schutz des Regenwaldes

Der WWF unterstützt  die nachhaltigen Nutzung von 800.000 Hektar peruanischen und kolumbianischen Regenwaldes und die Vermarktung von Holz- und anderen Waldprodukten. 18 indigene Gemeinden der Ashaninca, Asheninka, Ese-eja, Bora und Huitoto sollen von dem Projekt profitieren.


In Bolivien führt der WWF ein Umweltbildungsprojekt durch, hiervon werden auch indigene Familien profitieren. In den indigenen Gemeinden im Juruena-Nationalpark und in der Apuí-Region in Brasilien werden Projektziele und Maßnahmen direkt mit der Bevölkerung durch Projektmitarbeiter kommuniziert.


Der WWF arbeitet mit zwei lokalen Organisationen der indigenen Völker, Asociación Interétnica de Desarrollo de la Selva Peruana (AIDESEP) und Centro para el Desarrollo del Indígena Amazónico (CEDIA) im Rahmen unseres Projektes in Putumayo zusammen. Dort unterstützt der WWF die Stärkung des politischen Einflusses von indigenen Gemeinden sowie die Stärkung von indigenen Rechten im Rahmen der Umweltgesetzte und Naturschutzprogramme.     

Russischer Ferner Osten: In den Tiger-Wäldern

Am mittleren und oberen Bikin-Fluss in Russlands Fernem Osten leben die Udege in  einigen der letzten Tiger-Wälder des Landes. Sie nutzen die Wälder und den Fluss seit Jahrhunderten in einer umweltschonenden Weise durch Jagd, Fischfang und vor allem dem Sammeln der „Pinienkerne“ der Koreanischen Kiefer.


Die Region wurde jedoch zunehmend durch kommerziellen Holzeinschlag gefährdet. Gemeinsam mit den Udege hat der WWF vor zwei Jahren begonnen, umfangreiche Waldflächen zu pachten. Der WWF hat sich verpflichtet, die Pachtgebühren für die kommenden Jahrzehnte zu finanzieren. Insgesamt konnten bis heute 480.000 Hektar vor zerstörerischem Holzeinschlag gerettet werden. Diese Wälder werden von den Udege traditionell weiter genutzt. Der WWF fördert darüber hinaus die Vermarktung der Samen der Koreanischen Kiefer.   

Sie möchten das Kultur- und Naturerbe der BaAka schützen? Spenden Sie jetzt für den BaAka-Fund!

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