Februar 2021: Interethnische Konflikte in der Demokratischen Republik Kongo

Im Februar kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den ethnischen Gruppen der Batwa und Bantu. Rund 20 Kilometer von dem WWF-unterstützten Nationalpark Salonga entfernt gab es Unruhen in den Dörfern Manga (Batwa) und Lingombe (Nkundo, Bantu). Nach bisherigem Wissenstand starben 50 Batwa, mehr als 100 wurden verletzt, einige davon schwer. Über 1.000 Hütten und Häuser wurden zerstört, ebenso wie Dorfschulen, Kirchen und ein Gesundheitszentrum, an dessen Bau der WWF beteiligt war. Es handelt sich um die heftigste interethnische Gewalt in der Region seit Jahrzehnten.

Der WWF und eine Reihe lokaler Organisationen haben eine Erklärung herausgegeben, in der sie ihre tiefe Besorgnis über die Situation zum Ausdruck bringen und die Regierung auffordern, vermittelnd und schlichtend einzugreifen sowie aufzuklären. Zu den Unterzeichnern gehören Action d'aide sanitaire pour le développement (AASD), Action pour la promotion des peuples et Espèces Menacés (APEM), Réseau des Populations Autochtones et Locales pour la Gestion Durable des Ecosystèmes Forestiers de la RDC (REPALEF). Zudem wurden Experten für humanitäre Hilfe, soziale Fragen und indigene Rechte zur Unterstützung angefragt. Der WWF hat Nothilfegelder in Höhe von rund 50.000 Euro bereitgestellt um medizinische Hilfsgüter zu beschaffen. Auch der Wiederaufbau des Gesundheitszentrum und sechs zerstörter Schulen wird damit unterstützt.

Aktuell scheint sich die Situation vor Ort beruhigt zu haben. WWF und Partner beobachten die weiteren Entwicklungen und setzen sich weiterhin für Hilfe für die betroffenen Gemeinden ein. Es gilt, die langfristige Zukunft des Salonga-Nationalparks zum Wohle von Mensch und Natur zu sichern.

02. Februar 2021: Lage in Myanmar

Die politischen Entwicklungen in Myanmar verfolgen wir mit wachsender Sorge. Wir stehen in Kontakt mit unseren Mitarbeiter:innen vor Ort in den Büros und Projektgebieten. Soweit wir es bisher abschätzen können, geht es allen WWF-Kolleg:innen gut. Die meisten befinden sich zuhause in ihren Häusern und Wohnungen. Allerdings ist die Kommunikation in das Land derzeit nur sehr eingeschränkt möglich. Der WWF beobachtet die Situation weiter. Die kommenden Tage und Wochen werden zeigen, wie wir als Nichtregierungsorganisation vor Ort für Mensch und Natur weiterhin tätig sein können.

28. Januar 2021: Naturschutz und menschenrechtliche Sorgfalt - Ein Jahresbericht des WWF Deutschland für 2020

Der WWF Deutschland legt seinen zweiten Bericht zur menschenrechtlichen Sorgfalt vor. Hierbei stehen die Menschenrechtssituation in den Projektregionen und die Aktivitäten der Organisation zur menschenrechtlichen Sorgfalt im Mittelpunkt. Die Empfehlungen der von Richterin Navanethem („Navi“) Pillay geleiteten Kommission werden ebenso thematisiert, wie der Fortschritt in der Implementierung der Empfehlungen, die der WWF Deutschland 2019 von Löning – Human Rights & Responsible Business erhalten hat. Darüber hinaus werden menschenrechtlich relevante Vorfälle gelistet. Demnach gab es 2020 eine Beschwerde über potenzielle Menschenrechtsverletzungen in Lobéké, Kamerun. Der Fall wurde vom dortigen Menschenrechtszentrum, dass der WWF seit 2019 finanziert, aufgedeckt. Zudem wurde ein länger zurückliegender Fall aus der Demokratischen Republik Kongo weiterbearbeitet. Wahrscheinlich, so die WWF-Einschätzung, haben es hier Menschenrechtsverletzungen durch einen Mitarbeiter eines Regierungspartners gegeben. Die Ermittlungen dauerten an. Ziel des WWF ist es, menschenrechtliche Aspekte in allen Tätigkeitsfeldern strukturiert zu integrieren – insbesondere in Hinblick auf die Projekte in Krisen- und Konfliktregionen.

Download:

  • Naturschutz und menschenrechtliche Sorgfalt 2020

    Der jährlich erscheinende Bericht soll einen Überblick über die Verankerung von Menschenrechten in unseren Aktivitäten schaffen. PDF herunterladen...

Weitere Informationen: Menschen und Naturschutz

Ranger auf Patrouille im Selous © Greg Armfield / WWF
Menschenrechte im Naturschutz: Was wir tun
Ein Bericht klärt Menschenrechtsverletzungen im Umfeld von Schutzgebieten
Mehr erfahren
Ausschnitt der "Menschenrechtlichen Grundsatzerklärung" mit Unterschriften © WWF
Menschenrechtliche Grundsatzerklärung
Wir verpflichten uns in unserer Arbeit zur Achtung der Menschenrechte.
PDF herunterladen
Ein Bewohner, in einem der Naturschutzgebiete in Kolumbien © Javier La Rotta /WWF-Colombia
Inclusive Conservation
Eine der obersten Prioritäten des WWF ist die Unterstützung indigener Völker.
Mehr erfahren
Angehörige der BaAka im Dzanga-Sangha-Gebiet © Percy Vogel / WWF
Menschenrechte weiter stärken
Zwei Expert:innen befassen sich beim WWF ausschließlich mit dem Thema Menschenrechte.
Mehr erfahren
Ranger in Salonga © Thomas Nicolon / WWF
Wahrung der Menschenrechte
Über die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Gemeinschaften und den Menschen vor Ort.
Mehr erfahren
Indigene in Peru © Daniel Martínez / WWF-Peru
Für Mensch und Natur
Lesen Sie den Bericht von Markus Löning.
Mehr erfahren
Christoph Heinrich © Daniel Seiffert / WWF
WWF-Vorstand Christoph Heinrich kommentiert
Wir müssen auch in Krisengebieten Mensch und Natur schützen.
Mehr erfahren

Updates:

Die Menschenrechte basieren auf unverhandelbaren Werten, für deren Einhaltung der WWF steht. Sie sind die Grundlage unseres Einsatzes für eine Welt, in der Mensch und Natur in Einklang leben.

Menschenrechtliche Grundsatzerklärung des WWF

Kontakt:

  • Großer Panda frisst Bambus © Bernard De Wetter / WWF Sie haben Fragen zu der Arbeit des WWF?

    Finden Sie hier die häufigsten Fragen zur Arbeit des WWF weltweit oder nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Fragen Sie uns...