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Interview mit dem Amazonas-Experten des WWF Deutschland

Roberto Maldonado im Portrait

Spitzmaulnashorn im Addo Elephant National Park in Süd Afrika © naturepl.com / Mark Carwardine / WWF

 

Seit wann arbeitest du für den WWF, Roberto?

 

Seit August 2007. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich alles daran gesetzt zu lernen, wie man in den Tropen erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit im Umweltbereich machen kann. So konnte ich mich auf die erste Amazonasstelle des WWF Deutschland bewerben.

 

Kannst du zwei Schwerpunkte deiner Arbeit nennen?

 

Der eine ist die Ausweisung neuer und der Schutz vorhandener Schutzgebiete im Amazonasregenwald. In 43 Schutzgebieten helfen wir derzeit, über acht Millionen Hektar Regenwald – das ist fast ein Viertel der Fläche Deutschlands – zu erhalten. Immer wichtiger wird es außerdem, mit Politikern über neue Bergbaukonzessionen, Wasserkraftwerke, Straßen, Brücken oder Häfen zu reden, denn dem Regenwald stehen mächtige Wirtschaftsinteressen gegenüber.

 

Was fasziniert dich an deiner Arbeit am meisten?

 

Hin und wieder etwas beitragen zu können, einerseits zur Rettung eines Stücks Amazonasregenwald und andererseits zu würdevollen und nachhaltigen Einkommensquellen für die Einheimischen.

 

Wo siehst du die größten Herausforderungen?

 

Die Frage, die mich am meisten umtreibt, lautet: Wie kann man es schaffen, dass ein Hektar Regenwald mehr wert ist als ein Hektar Rinderweide oder Sojafeld? Nur so ist der Wald langfristig zu retten.

 

Was wünschst du dir für den Amazonasregenwald?

 

Dass keine Schutzgebiete und indigenen Territorien für Bergbau-, Energie und Infrastrukturprojekte geopfert werden. Und dass die Menschen vor Ort mehr vom Wald haben als von seiner Rodung.

 

Warum sollte jemand in Deutschland für deine Projekte spenden?

 

Durch unsere Erfolge bei der Ausweisung neuer Schutzgebiete und indigener Territorien tragen wir dazu bei, die Entwaldung am Amazonas zu bremsen. Indem wir nachhaltige Einkommensquellen für die Menschen vor Ort entwickeln, bieten wir ihnen Alternativen zu Bergbau und Entwaldung. Expeditionen, die wir finanzieren, können neue Arten entdecken, die dann als Botschafter für den Schutz ihres Lebensraums fungieren. Es gibt also viele Gründe!

Das macht der WWF am Amazonas

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Der Regenwald am Amazonas ist die Schatzkiste der Erde. Er beschützt auch unser Leben. Wenn der Amazonas-Regenwald stirbt, stirbt nicht nur alles Leben in ihm. Die Folgen werden wir alle zu spüren bekommen. 

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