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Stand: 03.03.2014

Amazonia Viva – Lebendiger Amazonas

Peru und Kolumbien sind zwei der neun Länder in Südamerika, die Teile des riesigen Amazonas-Regenwaldes beherbergen. Beide Länder sind zu mehr als der Hälfte bedeckt mit diesem einzigartigen Ökosystem, das faszinierenden Tieren wie Jaguaren, Tapiren, Aras, Tukanen und Anakondas eine Heimat bietet. 

© Philipp Göltenboth / WWF
© Philipp Göltenboth / WWF

Auch in den Flüssen findet man unzählige Tierarten, wie den riesigen Fisch oder Knochenzüngler Arapaima und den Flussdelfin. Die Bäume, darunter zum Beispiel auch Mahagoni, haben extrem große Bedeutung für das regionale und weltweite Klima, aber auch für den Erhalt der Biodiversität und die kulturelle Identität der dort lebenden indigenen Völker. Diese wichtigen Wälder werden aber zunehmend stärker genutzt. Kahlschlag, Bodenerosion und Versteppung sind die schwerwiegenden Folgen, die vor allem den Einheimischen die Lebensgrundlage nehmen.

Wald und Mensch

© Roberto Maldonado / WWF
© Roberto Maldonado / WWF

Die Menschen, die im Wald leben, müssen ihre Wälder nutzen. Waldreiche Staaten wie Kolumbien und Peru wiederum können nur dann ihre tropischen Urwälder erhalten, wenn sie neben Schutzgebieten und indigenen Reservaten Teile der Wälder forstlich nutzen. Uns ist es wichtig, ihnen dabei zu helfen. Dass es möglich ist, Wald nachhaltig zu bewirtschaften, somit die Biodiversität zum größten Teil zu erhalten und den Menschen Alternativen zu Raubbau und illegaler Entwaldung zu schaffen, haben angesehene Forschungsarbeiten und Erfahrungen mit anderen Projekten gezeigt.

Unabdinglich bei einem solchen Projekt ist auch die Aus- und Fortbildung der Forstbehörden und die Erarbeitung von politischen und gesetzlichen Grundlagen.

Amazonia Viva – Lebendiger Amazonas

“Amazonia Viva“ hat sich zum Ziel gesetzt, illegale Entwaldung zu stoppen, den Verlust der biologischen Vielfalt zu verringern und ansässige Bauern sowie indigene Völker bei einer nachhaltigen Nutzung der Ressourcen zu unterstützen. Dafür sollen 800.000 Hektar Regenwald (etwa eine Million Fußballfelder!) vor Entwaldung geschützt werden und 100.000 Hektar zur nachhaltigen Nutzung FSC-zertifiziert werden. Herzstück des Projektes sind Tarapacá in Kolumbien (423.000 Hektar Staatswald und indigene Reservate) und Atalaya und Iñapari in Peru (377.000 Hektar Gemeinde- und Staatswald). Da eine nachhaltige Nutzung alleine noch nicht ausreicht, wenn die Produkte keinen Abnehmer finden, arbeitet der WWF an einer Wertschöpfungskette für die Vermarktung, aber auch an einem strengen Kontrollsystem, um die Herkunft von Holz aus nachhaltigem Anbau garantieren zu können.

Bisherige Erfolge

Zitronentukan (Ramphastos vitellinus citreolaemus). © Fernando Trujillo / WWF
Zitronentukan (Ramphastos vitellinus citreolaemus). © Fernando Trujillo / WWF
  1. In das Projekt eingebunden sind bisher 130 lokale und nationale Behörden (Peru und Kolumbien) sowie über 500 Familien von indigenen Völkern und Kleinbauern.
  2. 15 Institutionen und Organisationen, die bisher unter anderem in den illegalen Holzhandel verwickelt waren, haben eine Einverständniserklärung zum legalen Holzhandel im Amazonas Department unterschrieben.
  3. Über 425.000 Hektar Regenwald in Tarapacá, Kolumbien, sind nach staatlichen Raumordnungsplanungen für die nachhaltige Forstnutzung vorgesehen und somit vor der Entwaldung geschützt.
  4. Eine indigene Gemeinde in Peru hat 50.000 Hektar Land in Peru FSC-zertifiziert.
  1. Zwei indigene Gemeinden in Peru haben alle Auflagen erfüllt, um über 50.000 Hektar zertifizieren zu lassen.
  2. Es wurde eine Liste wenig bekannter Holzarten als kommerzielle Alternative zu bedrohten Baumarten veröffentlicht
  3. Es wurde ein Leitfaden für den verantwortungsvollen Holzkauf in Kolumbien veröffentlicht

Partner

Das große länderübergreifende Projekt lebt von einer Vielzahl kompetenter, engagierter Partner. Außer dem WWF Deutschland als Leiter des Projektes haben wir die WWF-Ländervertretungen Peru und Kolumbien vor Ort. Neben den staatlichen Institutionen CORPOAMAZONIA und Sinchi in Kolumbien arbeiten wir auch mit den Nichtregierungs-Organisiationen TRAFFIC, SNV und DAR erfolgreich zusammen.

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