Luchs kehrt in Pfälzerwald zurück

Wiederansiedlungsprojekt in Rhein-Landpfalz bewilligt. / WWF: Rheinland-Pfalz kann zu Drehkreuz für Europas Luchse werden.

Der Luchs ist zurück © Ralph Frank / WWF

Die Europäische Kommission hat die Wiederansiedlung von Luchsen im Pfälzerwald in ihr LIFE-Programm aufgenommen. In einem der größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands soll somit eine eigene Luchspopulation aufgebaut werden.

 

Nach Einschätzung der Naturschutzorganisation WWF hat die Luchspopulation in Rheinland-Pfalz das Potential zu einem Drehkreuz und zu einem entscheidenden Schüssel-Vorkommen der Luchse in Mitteleuropa zu werden. Mittel- bis langfristig könne das Projekt im Pfälzerwald einen  Brückenschlag bilden zwischen den Luchsen in der Schweiz, Frankreich und Deutschland, so der WWF anlässlich der Projektvorstellung in Mainz durch das Landesumweltministerium. Der WWF unterstützt daher das Vorhaben mit 100.000 Euro.

 

Träger der geplanten Wiederansiedlung im Pfälzerwald ist die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz, weitere Projektpartner sind neben dem WWF die Landesforsten Rheinland-Pfalz, die Deutsche Wildtierstiftung und Sycoparc (Frankreich).

 

Hintergrund

Der Luchs ist der drittgrößte Beutegreifer Europas und jagt je nach Region vor allem Rehe, Gämsen oder Rentiere. Eine Beute dieser Größe reicht einem Luchs meist für fünf Tage. In den vergangenen Jahrhunderten wurde der Luchs wegen seines begehrten Fells und als Räuber von Schafen oder Ziegen und als Konkurrent für Jäger gnadenlos bejagt. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war er aus weiten Teilen Mittel- und Südeuropas verschwunden. Rückzugsgebiete fand er in abgelegenen Regionen der großen Gebirgszüge. Bereits seit den 1970er Jahren gibt es in mehreren Ländern (darunter Deutschland) Wiederansiedlungsprojekte. Der WWF engagiert sich seit gut 15 Jahren in Schweden, der Schweiz und in der Bundesrepublik für den Schutz der Luchse. 

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