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Fischen in Absurdistan

18. Juni 2019

WWF kritisiert Beschlüsse des Ministerrats zu Fischereisubventionen

Thunfisch © Luis Quinta / WWF
Thunfisch © Luis Quinta / WWF

Beim heutigen Ministerrat ging es um Fischerei. Die EU-Fischereiminister haben sich heute auf eine sehr rückschrittliche Position hinsichtlich der künftigen Fischereifinanzierung über den Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) festgelegt.

 

„Die Minister wollen schädliche Fischereisubventionen, die es EU Schiffen ermöglichen mehr und kostengünstiger zu fischen, wieder einführen. Es ist absurd und unverantwortlich im Angesicht der Überfischung die Fangkapazität der Flotte noch zu erhöhen. Man dreht den Wasserhahn nicht noch weiter auf, wenn einem das Wasser schon bis zum Hals steht.  Jetzt unter dem Deckmäntelchen der Modernisierung, der verbesserten Energiebilanz und Arbeitssicherheit schädliche staatliche Finanzspritzen einzuführen ist ein Rückfall, der den eigenen Zielen und den internationalen Verpflichtungen der EU völlig zuwiderläuft“, sagt WWF-Fischereiexpertin Anna Holl Buhl.

 

Vor 15 Jahren hatte die EU Subventionen zur Kapazitätserhöhung der Fangflotte abgeschafft, mit dem Ziel die  Überfischung einzudämmen. Der heutige Beschluss der Fischereiminister untergräbt die Verhandlungsposition der EU im Rahmen der laufenden WTO-Verhandlungen, die darauf zielt, schädliche Fischereisubventionen bis 2020 abzuschaffen. Das finale Gesetz wird in der zweiten Jahreshälfte in Verhandlungen zwischen Ministerrat, EU-Parlament und Kommission beschlossen.

Britta König

Pressestelle

Tel: 040 530 200 318

britta.koenig(at)wwf.de

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