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Der Garten des Kraken versinkt im Plastikmüll

01. März 2019

Tag des Artenschutzes am 03. März: WWF fordert globale „UN-Plastik-Konvention“

350 Gruene Meeresschildkroete Plastiktuete c Troy Mayne WWF
350 Gruene Meeresschildkroete Plastiktuete c Troy Mayne WWF

Den diesjährigen Tag des Artenschutzes am 03. März widmen die Vereinten Nationen (UN) dem Leben Unterwasser. Der WWF weist darauf hin, dass aktuell mehr als 800 Meeresarten durch Plastik bedroht sind – darunter Meeresschildkröten, Meeressäuger und Seevögel. Der WWF fordert, dass sich Bundesministerin Svenja Schulze auf der kommenden UN-Umweltversammlung (UNEA) in Nairobi für eine globale „UN-Plastik-Konvention“ stark macht und mahnt nationalen Handlungsbedarf an. Die UNEA startet am 11. März. Die Versammlung könnte das Mandat erteilen für Verhandlungen über eine globale Vereinbarung gegen den Plastikmüll in den Ozeanen.

 

„Unsere Unterwasserwelten versinken im Plastikmüll. Eine rechtsverbindliche globale Konvention, die weltweit die Müllreduktion und ein verbessertes Abfallmanagement gesetzlich vorschreibt, ist überfällig. Dafür muss sich Svenja Schulze auf der anstehenden UN-Umweltkonferenz in Nairobi einsetzen“, so Heike Vesper, Leiterin Meeresschutz beim WWF Deutschland.

 

Auch national gibt es viel zu tun: Deutschland gehört zu den Top-Verursachern von Verpackungsmüll in der Europäischen Union. „Der Grundsatz der deutschen Abfallpolitik muss lauten: Vermeiden hat Vorfahrt vor Verwerten“, fordert Heike Vesper vom WWF. Und wo Verpackungen nicht zu vermeiden seien, dürften sie zumindest keine Stoffe und Stoffverbindungen enthalten, die das spätere Recycling störten. „Es ist an der Bundesregierung, deutlichere Anreize zur Müllvermeidung, zum Recycling und für Mehrweglösungen zu schaffen.“

 

Neben der Plastikflut sind laut WWF Faktoren wie Überfischung, Rohstoffabbau bis in immer tiefere Meeresregionen, steigende Wassertemperaturen aufgrund der fortschreitenden Erderhitzung, Schadstoffe aus dem Schiffsverkehr sowie der Eintrag von Stickstoff und Phosphor massive Stressfaktoren für das vielfältige Leben Unterwasser. Die Rote Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) listet derzeit über 1100 Meeresarten als gefährdet, stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht.

KONTAKT

Wiebke Elbe

Pressestelle WWF 

Tel: 030-311777-219

wiebke.elbe(at)wwf.de

twitter.com/ElbeWWF

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