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Eine Zeitreise rund um die Tideems

10. Oktober 2019

Umweltverbände eröffnen neue Ausstellung und Audiotour zur Ems im Landkreis Leer

Ems Altarm bei Velage © Walter Rademacher
Ems Altarm bei Velage © Walter Rademacher

Die Umweltverbände BUND, NABU und WWF haben heute in der Naturschutzstation Ems in Moormerland im Landkreis Leer die neue Ausstellung „DIE TIDEEMS früher • heute • zukünftig“ und die Audiotour „Ems im Ohr“ vorgestellt. Die Wanderausstellung erklärt, welche Leistungen ein funktionierendes Ökosystem für das menschliche Wohlbefinden erbringen kann. Ergänzt wird sie durch die ebenfalls neue Audio-Radtour entlang der Ems.

 

Ute Schlautmann, Leiterin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) Brake-Oldenburg, eröffnete die Ausstellung heute zusammen mit 30 interessierten Bürger*innen. „Die Ausstellung ,DIE TIDEEMS früher • heute • zukünftig‘ und die Audiotour ,Ems am Ohr‘ ist die erste Ausstellung in und um die Naturschutzstation Ems. Ich freue mich sehr, dass es hiermit nun möglich ist, dieses besondere Ökosystem des Ästuars einem breiten Publikum näher zu bringen. Denn nur was wir kennen, schätzen und schützen wir. Insofern denke ich, dass diese Ausstellung einen wertvollen Beitrag in den Bemühungen leistet, Verbesserungen für das ökologische System der Tideems zu erzielen“, so Ute Schlautmann.

 

Auf fünf Roll-Ups wird die Bedeutung der Ems als Lebensraum und Lebensader thematisiert. „Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Leistungen, die ein intaktes aquatisches Ökosystem den Anwohnern und der ganzen Region liefert“, sagt BUND-Gewässerexpertin Vera Konermann, die diese Aufbereitung für die Öffentlichkeit konzipiert hat. „Und diese sind enorm: Die Ems kann zum Beispiel zur Verlangsamung des Klimawandels beitragen, wenn sie richtig geschützt wird und Renaturierungsmaßnahmen konsequent umgesetzt werden. Die biologische Vielfalt in Flussmündungen bietet uns u. a. Nahrung sowie Erholung und Freizeitmöglichkeiten, die wir Menschen Tag für Tag nutzen. Das trägt entscheidend zu unserem Wohlbefinden bei.“

 

„Von nun an gibt es fünf gute Gründe, auf dem 43 km langen Rundweg um die Ems vom Fahrrad abzusteigen: Das sind die fünf Stationen der Audiotour ‚Ems im Ohr‘“, ergänzt Beatrice Claus vom WWF. „Hier erhalten wir ganz unterschiedliche Blickwinkel auf die Tideems.“ In den Audiodateien ist u. a. ein Mitarbeiter der Naturschutzstation Ems zu hören, der den Fluss als wunderschönen und vor allem schutzbedürftigen Lebensraum für Pflanzen und Tiere beschreibt. Biologen erklären wichtige Funktionen von Schiffschleusen für Fische und wie das Emssperrwerk als Schlickbremse fungieren kann. Den Blick zurück ermöglicht ein ehemaliger Berufsfischer, der sich an die wechselhaften Zeiten der Fischerei im Hafen Ditzum erinnert. Ein weiterer Zeitzeuge erzählt davon, wie früher alle Kinder am Emsufer schwimmen gelernt haben und warum das heute leider nicht mehr möglich sei.

 

Die Ausstellung „DIE TIDEEMS früher • heute • zukünftig“ ist vom 16. Oktober bis zum 27. November jeden Mittwoch von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Danach geht sie auf Wanderschaft durch die Region: Im Dezember macht sie in der VHS Papenburg Halt, im Januar 2020 ist sie in der Sparkasse Leer/Wittmund und ab Februar in der VHS Emden zu sehen. Die jeweiligen Ausstellungsorte und -zeiten können auf folgender Website nachgesehen werden:

www.wwf.de/ausstellung-tideems

Die Route und die Stationen der neuen Audiotour „Ems im Ohr“ stehen ab sofort und dauerhaft auf folgender Website bereit: www.wwf.de/ems-audiotour/.

 

Britta König

Pressestelle

Tel: 040 530 200 318

britta.koenig@wwf.de

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