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Merkel fordert mehr

28. April 2020

WWF begrüßt Impulse der Kanzlerin auf dem Petersberger Klimadialog

Klimastreik © Joerg Farys
Klimastreik ©  Joerg Farys

Der Petersberger Klimadialog war die erste hochrangige Klimakonferenz des Jahres. Einer der richtungsweisenden Höhepunkte des wegen der Covid-19-Pandemie nur digital ausgerichteten Dialogs war die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstagnachmittag. 

 

Anlässlich der Rede von Kanzlerin Merkel kommentiert Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland: „Bundeskanzlerin Angela Merkel hat beim Petersberger Klimadialog drei bemerkenswerte Anstöße für die Klimadiplomatie gegeben: Sie begrüßt eine deutliche Anhebung des EU-Klimaschutzziels auf 50 bis 55 % für das Jahr 2030. Die Finanzwelt soll günstiges Kapital für klimafreundliche Investitionen zur Verfügung stellen und für den Schutz der Artenvielfalt muss schnell ein geeigneter Rahmen gefunden werden. 

 

Mit diesen Anstößen zeigt die Kanzlerin, dass es keinen Weg zurück zu einem business-as-usual gibt. Die Ursachsen von Covid-19- und Klimakrise liegen eng zusammen und müssen entschlossen angegangen werden. Trotzdem: Die Verbindung der Probleme zu erkennen reicht nicht. Jetzt müssen auch die Maßnahmen folgen, mit welchen die Kanzlerin die Klimakrise und den Verlust der Biodiversität angehen möchte.

 

Deutschland übernimmt in drei Monaten die EU-Ratspräsidentschaft, spätestens dann muss klar sein, wie die nationalen und europäischen Konjunkturprogramme eine klimafreundliche und widerstandsfähige Transformation der Gesellschaft und Wirtschaft anfeuern und lenken sollen.  

 

Wir können die gravierende Übernutzung unserer natürlichen Ressourcen nicht mehr fortsetzen und die Klimakrise weiter befeuern. Die Milliarden-Investitionen der Konjunkturprogramme müssen den Weg zu einer gesunden Lebensgrundlage für Mensch, Tier und Natur führen. Wir sollten jetzt damit anfangen, Ökologie und Ökonomie immer zusammen zu denken und danach zu handeln. Die Bundeskanzlerin hat mit einem ambitionierteren EU-Klimaschutzziel und der Forderung nach einem Rahmen zum Schutz der Biodiversität einen Anstoß gegeben.“

 

 

KONTAKT

Julian Philipp

Pressestelle WWF

Tel.: 030-311 777 467

julian.philipp@wwf.de