Eine Zeitreise rund um die Tideems

Umweltverbände zeigen Ausstellung zur Ems in der Sparkasse LeerWittmund

Ems-Altarm bei Vellage (c) Walter Rademacher

Die Ausstellung „DIE TIDEEMS früher • heute • zukünftig“ der Umweltverbände BUND, NABU und WWF ist vom 9. Januar bis 6. Februar 2020 in der Sparkasse LeerWittmund zu sehen. Die Wanderausstellung bietet Informationen und Geschichten rund um den Fluss und erklärt, welche Leistungen ein funktionierendes Ökosystem für das menschliche Wohlbefinden erbringen kann.

 

Auf fünf Roll-Ups wird die Bedeutung der Ems als Lebensraum und Lebensader thematisiert. „Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Leistungen, die ein intaktes aquatisches Ökosystem den Anwohnern und der ganzen Region liefert“, sagt BUND-Gewässerexpertin Vera Konermann, die diese Aufbereitung für die Öffentlichkeit konzipiert hat. „Und diese sind enorm: Die Ems kann zum Beispiel zur Verlangsamung des Klimawandels beitragen, wenn sie richtig geschützt wird und Renaturierungsmaßnahmen konsequent umgesetzt werden. Die biologische Vielfalt in Flussmündungen bietet uns u. a. Nahrung sowie Erholung und Freizeitmöglichkeiten, die wir Menschen Tag für Tag nutzen. Das trägt entscheidend zu unserem Wohlbefinden bei.“

 

Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Hörstation, die Interessierte anhand von persönlichen und unterhaltsamen Hörbeiträgen durch eine Zeitreise vom Jahr 1930 über das Jahr 2010 bis hinein in die Zukunft in 2050 führt. In den Hörbeiträgen kommen Anwohner der Ems sowie Experten zu Wort und vermitteln spannendes Hintergrundwissen. „Hier erhalten wir ganz unterschiedliche Blickwinkel auf die Tideems“, ergänzt Beatrice Claus vom WWF. In den Audiodateien ist u. a. ein Mitarbeiter der Naturschutzstation Ems zu hören, der den Fluss als wunderschönen und vor allem schutzbedürftigen Lebensraum für Pflanzen und Tiere beschreibt. Biologen erklären wichtige Funktionen von Schiffschleusen für Fische und wie das Emssperrwerk als Schlickbremse fungieren kann.
Den Blick zurück ermöglicht ein ehemaliger Berufsfischer, der sich an die wechselhaften Zeiten der Fischerei im Hafen Ditzum erinnert. Ein weiterer Zeitzeuge erzählt davon, wie früher alle Kinder am Emsufer schwimmen gelernt haben und warum das heute leider nicht mehr möglich sei.

 

Die Ausstellung ist im Shop des SparkassenHauses, Mühlenstraße 93, 26789 Leer vom 9. Januar bis 6. Februar zu sehen. Die Ausstellung ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9 – 17 Uhr und am Mittwoch von 9 bis 13 Uhr öffentlich zugänglich. Danach geht sie weiter auf Wanderschaft durch die Region. Die jeweiligen Ausstellungsorte und -zeiten können unter www.wwf.de/ausstellung-tideems nachgesehen werden.

 

Zum Hintergrund:

Hintergrund der Ausstellung ist der „Masterplan Ems 2050“, der zur Sanierung und Renaturierung der Tideems entwickelt wurde. Dieser steht für einen schiffbaren und lebendigen Fluss. Wirtschaft und Natur bekommen an der Ems den gleichen Rang – auf diese Grundsätze haben sich die Vertragspartner des „Masterplans Ems 2050“ verpflichtet. Bund, Land, die Landkreise Emsland und Leer, die Stadt Emden, die Meyer Werft und die Umweltverbände BUND, NABU und WWF haben sich geeinigt, diese Ziele bis 2050 zu realisieren.

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WWF Presse-Team