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Zu wenig Tempo für Biene, Falter und Co.

24. Juni 2020

WWF zu Runder Tisch Insektenschutz: Es droht „Flickenschusterei“

Bombus lapidarius/ Steinhummel bei der Arbeit(c) Hans Juergen Martin
Bombus lapidarius/ Steinhummel bei der Arbeit(c) Hans Juergen Martin

Auf Einladung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze haben sich heute in Berlin Vertreter:innen von Verbänden, Ländern, Kommunen und Wissenschaft beim zweiten Runden Tisch Insektenschutz über Ursachen des Insektenrückgangs und Gegenmaßnahmen ausgetauscht. Zu den Ergebnissen sagt Dr. Diana Pretzell, die für den WWF Deutschland am Runden Tisch teilgenommen hat:

 

„Der Aktionsplan Insektenschutz ist kein Katalog, aus dem man auswählt, was passt und weglässt, was stört. Ein wichtiges Kernstück des Insektenschutzes ist der im Aktionsplan Insektenschutz festgelegte Ausstieg aus Glyphosat. Der heutige Runde Tisch und insbesondere das Bundeslandwirtschaftsministerium hat hier die Verantwortung, dies konsequent, zeitnah vollständig umzusetzen. Den klaren Auftrag hat sich die Bundesregierung hierzu im Aktionsprogramm Insektenschutz gegeben.

 

Ich gehe davon aus, dass Bundesministerin Klöckner in den nächsten Wochen die Pflanzenschutzmittel-Anwendungsverordnung anpasst und so einen wichtigen Beitrag dazu leistet, den dramatischen Rückgang der Insekten noch aufzuhalten. Sonst droht Flickenschusterei. Mit Flickenschusterei werden wir den Insektenrückgang nicht stoppen.

 

Damit dies gelingen kann, müssen Landwirte finanziell unterstützt werden, wenn sie Maßnahmen für Insektenschutz umsetzen. Dies gilt insbesondere auch für die vereinbarte Umsetzung des Verbots der Anwendung von Herbiziden und biodiversitätsschädigenden Insektiziden in Schutzgebieten. Denn die Landwirte sind nicht Teil des Problems, sondern als wichtigste Partner für mehr Insektenschutz in der Agrarlandschaft Teil der Lösung!“

KONTAKT

Wiebke Elbe

Pressestelle WWF 

Tel: 030-311777-219

wiebke.elbe(at)wwf.de

twitter.com/ElbeWWF

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