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Klimaschutz ist Eisbärenschutz

06. März 2020

Internationale Eisbärkonferenz auf Spitzbergen endet / WWF ruft Eisbärenstaaten zu konsequentem Klimaschutz und zu Zusammenarbeit bei Schutz von Lebensraum auf

Eisbär © Richard Barrett / WWF-UK
Eisbär © Richard Barrett / WWF-UK

Hochrangige Regierungsvertreter Kanadas, Dänemarks, Norwegens, Russlands und der USA kamen diese Woche in Spitzbergen zusammen, um über den gemeinsamen Schutz der Eisbären und des arktischen Ökosystems zu beraten. Vertreter:innen des WWF Arktis-Programms waren vor Ort als Beobachter:innen, darunter Artenschutz-Expertin Dr. Sybille Klenzendorf (Director Wildlife Science & Monitoring). Sie ist seit 2002 beim WWF Mitglied des internationalen Arktis-Programms und arbeitet zum Schutz der Eisbären. Ihre Bilanz zum Treffen:

 

„Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass die Erderhitzung von den fünf Eisbärenstaaten als Schlüsselbedrohung für das langfristige Überleben der Eisbären erkannt und ernst genommen wird. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum besseren Schutz dieser einzigartigen Spezies und ihrer Lebensräume. Wir erwarten, dass diese Erkenntnis auch dazu beiträgt, dass Kanada, Dänemark, Norwegen, Russlands und die USA ihren Teil dazu beitragen, die globalen Treibhausgasemissionen zügig und ausreichend zu reduzieren.

 

Die Tage in Spitzbergen zeigen auch: Die enge Zusammenarbeit der fünf Eisbärenstaaten ist notwendig, wenn es darum geht derzeitige und künftige neue Eisbären-Habitate in der Arktis zu sichern. Moderne Wissenschaft und traditionelles ökologisches Wissen der Menschen vor Ort gilt es dabei besser zu vernetzen. Eisbären werden in Folge der Klimakrise künftig mehr Zeit an Land verbringen und Konflikte zwischen Mensch und Tier häufiger werden. Wir appellieren an die Staaten, künftig Erfahrungen und Wissen noch enger und schneller auszutauschen, damit das Zusammenleben von Mensch und Eisbär sicher gestaltet werden kann.“

Kontakt:

Roland Gramling

Pressestelle

Tel.: 030 311 777 425

Roland.Gramling@wwf.de