Bundesministerin Reem Alabali Radovan stellte gestern in der Bundespressekonferenz die geplante Neuausrichtung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit vor. Sie soll laut der Ministerin zukünftig vor allem deutschen strategischen Interessen und der deutschen Wirtschaft dienen. Biodiversitätserhalt und Klimaschutz spielen dabei keine zentrale Rolle mehr. Das sei wie Bauen auf Treibsand, so die Kritik des WWF. Heike Vesper, Vorständin für Politik und Transformation des WWF Deutschland, kommentiert:
„Der WWF unterstützt die Aussage von Ministerin Alabali Radovan, dass deutsche Entwicklungszusammenarbeit kein moralischer Luxus, sondern eine folgerichtige Antwort auf den wachsenden Druck auf die globale Solidarität und zunehmende geopolitische Konkurrenzen ist. Das Ministerium zielt mit seiner Arbeit auf Frieden, Stabilität und Wohlstand sowie die Stärkung deutscher Wirtschaftsinteressen ab. Diese Ziele lassen sich jedoch nicht erreichen, wenn kritische Ökosysteme und das Klima nicht ausreichend geschützt werden. Gefahren für Stabilität und Frieden sind in vielen Regionen der Erde eng mit der Zerstörung und Ausbeutung der Natur sowie mit den Folgen der Klimakrise verbunden. Die bedarfsgerechte Förderung von Klimaschutz, Klimaanpassung und Biodiversität durch öffentliche Mittel ist unverzichtbar.“
Bauen auf Treibsand
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