Wiederaufladbare Vapes liegen draußen auf dem Asphalt.

Brandrisiko im Restmüll: WWF fordert Pfandsystem für Lithium-Batterien

Stand: 29.06.2026

Rücknahmepflicht von E-Zigaretten startet ab 1. Juli 2026

  • Falsch entsorgte Lithium-Batterien bergen hohe Brand-, Gesundheits- und Umweltrisiken
  • WWF fordert Aus für Einweg-E-Zigaretten und Batterie-Pfandsystem

Berlin, den 29.06.2026: Ab dem 1. Juli 2026 müssen Händler ausgediente E-Zigaretten kostenlos zurücknehmen. Der WWF begrüßt das erweiterte Rückgabeangebot für Verbraucherinnen und Verbraucher. Denn Einweg-E-Vapes und mit ihnen Lithium-Batterien landen oft fälschlicherweise im Restmüll. Das erweiterte Rückgabeangebot greift jedoch zu kurz. Der WWF fordert die Einführung eines bundesweiten Batterie-Pfandsystems. Zudem soll Deutschland Einweg-E-Zigaretten noch bis Jahresende verbieten. Lithium-Batterien lösen häufig Brände in Müllfahrzeugen und Abfallbehandlungsanlagen aus.

 „Ob Akku oder Knopfzelle: Lithium-Batterien stecken in immer mehr Produkten, landen dann im Restmüll oder schlummern in Schubladen. Neben besserer Aufklärung brauchen wir Anreize, diese Batterien richtig zu entsorgen. Das schafft ein attraktives Pfandsystem“, sagt Dr. Esther Laabs, Rohstoff- und Batterieexpertin beim WWF. Allein im Jahr 2024 wurden laut UBA 17.914 Tonnen Lithium-Ionen-Akkus und 2.302 Tonnen Lithium- Einwegbatterien neu in Verkehr gebracht.

Falsch entsorgte Lithium-Ionen-Akkus und Lithium- Einwegbatterien bergen hohe Brand-, Gesundheits- und Umweltrisiken. Da nur ein geringer Teil von ihnen wieder in einen Recyclingprozess gebracht wird, gehen mit ihnen Tonnen wertvoller Rohstoffe verloren.

„Die EU will bis 2028 bei Lithium eine Recyclingquote von 50 Prozent aus Batterien erreichen. Das ist machbar, wenn wir jetzt die Strukturen dafür schaffen. Wenn die EU-Kommission kein EU-weites Pfandsystem für Lithium-Gerätebatterien aufbaut, müssen die Mitgliedsländer diesen Schritt gehen“, so Laabs. Recycling hat klare Umweltvorteile gegenüber Lithium-Bergbau. Dazu zählen geringere Treibhausgasemissionen, ein deutlich geringerer Flächenverbrauch sowie weniger Belastungen für Gewässer und Böden.

 

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Kontakt

Wiebke Elbe

Pressesprecherin

Agrarrohstoffe, Biodiversität und Bergbau / Berlin

  • Mangroven © Martina Lippuner / WWF Afrika Nachhaltiges Wirtschaften in planetaren Grenzen​

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