Der WWF begrüßt den von der Science Based Targets Initiative (SBTi) aktualisierten Corporate-Net-Zero-Standard und sieht darin Potenzial, die Dekarbonisierung von Unternehmen zu beschleunigen und weltweit nötige Investitionen in den Klimaschutz freizusetzen.
Der aktualisierte Standard ist aus Sicht des WWF eine gute Nachricht für Klima, Natur und Wirtschaft. Er bietet Unternehmen einen wirksamen Rahmen, um Emissionsminderungen umzusetzen und gleichzeitig ihre langfristige geschäftliche Resilienz zu sichern. So wird Unternehmen mehr Flexibilität gewährt und ein klarerer Weg aufgezeigt, um Emissionen entlang ihrer Wertschöpfungsketten zu reduzieren. Gleichzeitig bewahrt er die wissenschaftliche Grundlage, auf die Unternehmen und Investoren für glaubwürdigen Klimaschutz angewiesen sind.
Dazu sagt Kirsten Schuijt, Generaldirektorin des WWF International: „Die SBTi bleibt der Goldstandard für die Entwicklung und Umsetzung unternehmerischer Klimaziele. Der überarbeitete Net-Zero-Standard stellt eine wichtige Weiterentwicklung dar und hat das Potenzial, in der gesamten Wirtschaft echte Wirkung zu entfalten. Der neue Standard baut auf dem ursprünglichen SBTi-Rahmen auf und hilft Unternehmen, noch stärkere Emissionsminderungen entlang von Wertschöpfungsketten und ihren jeweiligen Sektoren voranzutreiben. Gleichzeitig fördert er Investitionen in Klima- und Naturlösungen. Zwar wird die Umsetzung des neuen Standards nicht einfach sein. Doch mit der richtigen Orientierung und Unterstützung kann er Unternehmen dabei helfen, schneller von Ambition ins Handeln zu kommen und den dringend notwendigen Wandel in der erforderlichen Größenordnung voranzutreiben.“
Der WWF ermutigt Unternehmen, den aktualisierten SBTi-Net-Zero-Standard zu übernehmen und als Grundlage zu nutzen, um den Übergang von der Entwicklung von Klimazielen hin zu konkreter Umsetzung in großem Maßstab zu beschleunigen.
Gleichzeitig weist der WWF darauf hin, dass die erfolgreiche und reibungslose Umsetzung des neuen Standards von klaren und praxistauglichen Leitlinien für Unternehmen abhängen wird. Dazu gehören Vorgaben zu zentralen technischen Elementen wie die Nutzung von Marktinstrumenten, Übergangsfristen für bestehende Ziele sowie Informationen zu angepassten Validierungsprozessen. Ebenso wichtig wird eine stärkere Harmonisierung zwischen den maßgeblichen Akteuren des Corporate-Net-Zero-Ökosystems – darunter das Greenhouse Gas Protocol (GHGP), die ISO und die SBTi selbst – sein, damit Unternehmen über die notwendige Orientierung und Planungssicherheit verfügen, um ihre Klimaziele erfolgreich umzusetzen.