In dieses Labor der Biodiversität verirren sich nur wenige Forscher oder Besucher. Denn der Weg nach Salonga war lange gefährlich und ist immer noch mühsam. Von der Hauptstadt Kinshasa braucht es länger als einen Tag, um per Flugzeug oder Boot in den Park zu gelangen. Seit 1999 steht er auf der Liste der gefährdeten Weltnaturerbestätten.

Mit etwa 35.000 Quadratkilometern ist Salonga etwa so groß wie Baden-Württemberg. Hier leben rund 15.000 Bonobos, die am wenigsten erforschten Menschenaffen, friedlich mit Waldelefanten, Riesenschuppentieren, Ducker-Antilopen, Nashornvögeln und dem westafrikanischen Panzerkrokodil. Auf dem Papier sind viele der hier vorkommenden Arten streng geschützt. Doch der Druck auf die Wälder und die Tiere steigt. Und auf die Menschen, die von der Natur abhängen.

Wegen seiner Abgeschiedenheit in der Tiefe des Kongobeckens bleiben Wilderei, Holzeinschlag und illegale Jagd meist unentdeckt. Neben der Wilderei gefährdet der Hunger nach Rohstoffen Salongas Artenvielfalt. Auch die Nachfrage nach Buschfleisch und Elfenbein reißt nicht ab und die Überfischung der Flüsse ist ebenfalls ein Problem.

Um dieses Natur-Juwel auch weiterhin zu schützen, hat der WWF die Einladung angenommen, zusammen mit der kongolesischen Naturschutzbehörde ICCN das Co-Management zu übernehmen. Trotz der Herausforderungen in einem von Bürgerkriegen, Krisen, Korruption und Gewalt gebeutelten Land.

Gemeinsam mit seinen vielen Partnern will der WWF Salonga retten.

Geschichten aus Salonga

Fischerboote in Salonga © Karine Aigner / WWF-US
Was Salonga akut bedroht
Die Jagd nach Elfenbein und die Wilderei von Schuppentieren sind die größten Gefahren.
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Ranger in Salonga © Thomas Nicolon / WWF Kongo
Biomonitoring: Zählen, was Salonga ist
Um Natur nachhaltig schützen zu können, müssen Naturschützer erst einmal Inventur machen.
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Dorf im Monkoto-Korridor in Salonga © Jonas Eriksson / WWF
Die Menschen und der Park
Salonga wurde von einem der schlimmsten Diktatoren gegründet. Menschen leiden noch heute.
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Krisenregion Salonga © James Akena / picture alliance / Reuters
Der Kontext: Kolonie, Krieg, Kongo
Der Kongo ist eines der ärmsten Länder der Welt. Wie kann man dort Artenschutz betreiben?
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Ranger auf Patrouille © Thomas Nicolon / WWF-DRC
Wächter des Waldes: Die Ranger
Die Ecoguards in Salonga haben eine fast unmögliche Aufgabe – sie versuchen es trotzdem.
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Frauen weben Matten © Karine Aigner / WWF-US
Salonga: Naturschutz inklusive!
Salonga kann nur blühen, wenn es den Menschen rund um den Park besser geht.
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Ranger auf Patrouille © Thomas Nicolon / WWF-DRC
Wem gehört der Wald?
Lange verstanden Ranger und Dorfbewohner sich als Gegner. Das soll nun ein Ende haben.
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Credits

Verantwortliche Gesamtleitung: WWF/Marco Vollmar & Astrid Deilmann
Idee/Umsetzung/Videoproduktion: WWF/Anne Thoma & Gesa Labahn
Texte: WWF/Oliver Samson
Bildredaktion: WWF/Anja Bertuch und Paul Brandes
Produktionsassistenz: Cedric Longanga & Local WWF/ICCN Office Salonga