Mit welchen Strategien erreichen wir unsere Ziele? Was funktioniert gut, an was muss noch gearbeitet werden? Fortwährend arbeitet der WWF Deutschland an der Verbesserung seiner Arbeit. Schließlich gilt es, mit den eingesetzten Mitteln ein Höchstmaß an Effekt für den Naturschutz zu erzielen. Gut ist uns dabei nie gut genug.

  • Unsere Projektarbeit wird vom Prinzip der Wirkungsorientierung geleitet
  • Klare Planungsstandards und ein partizipativer Prozess zeichnen die Projektentwicklung aus.
  • Im Rahmen der Qualitätssicherung müssen sich fertige Projektanträge einer Prüfung unterziehen.
  • Die Ziele und Zielerreichung unserer Projekte und Gesamtstrategie werden über das gesamte Portfolio nachgehalten und zentral erfasst.
  • Im Rahmen von Evaluierungen überprüfen wir die Arbeit unserer Projekte und fördern so ein institutionelles Lernen.

Wirkungsorientierung

Wirkungsorientierung in unsere Strategie und Projektarbeit bedeutet, dass Ziele in Richtung Wirkung gedacht werden und alle Aktivitäten, Strategien, Programme und Projekte danach ausgerichtet sind, welche Veränderungen sie in der realen Welt hervorrufen sollen. Wirkungsorientierung umfasst sowohl die wirkungsbezogene Planung, Beobachtung und Auswertung, als auch das Lernen aus Wirkungsanalysen und Evaluationen. Die Theory of Change (Wirkungsmodelle) und regelmäßige adaptive Reviews spielen eine zentrale Rolle bei der wirkungsorientierten Arbeit. Diese Instrumente erlauben es, die Arbeit so zu strukturieren und zu planen, dass auf eine konkrete Wirkung hingearbeitet wird. Die Elemente der Wirkungsorientierung werden durch interne Schulungen den Projektteams vermittelt und in Arbeitsprozesse integriert.

Planungsstandards

Planung ist die Grundlage des Erfolges. Mit dem Ziel, Projektarbeit zu verbessern und zu vereinheitlichen, haben sich 2002 mehrere große Naturschutzorganisationen (insbesondere Conservation International, The Nature Conservancy und der WWF) zusammengetan (Conservation Meassures Partnership) und die Open Standards for the Practice of Conservation entwickelt. Im Rahmen des Standards werden die verschiedenen Phasen der Projektplanung und -umsetzung beschrieben und wichtige Hilfe für die Planung gegeben. Dieser Standard bildet die Grundlage für die Projekt- und Programmplanung beim WWF Deutschland.

Projektentwicklung

Die Projektentwicklung erfolgt im engen Austausch mit den Beteiligten beziehungsweise Betroffenen eines Projektes vor Ort. Im Rahmen des Planungsprozesses werden alle Annahmen der Wirkungsentfaltung sowie die gesamte Interventionslogik so explizit wie möglich durchdacht und formuliert. Dies ist die Grundlage für die spätere Überprüfung von Ergebnissen und Wirkungen.

Qualitätsmanagement

Projektpläne werden anschließend einer Qualitäts- und Risikoüberprüfung unterzogen. Dabei wird vor allem darauf geschaut, wie wahrscheinlich die erfolgreiche Umsetzung eines Projektes ist und welche Risiken die Projektarbeit beeinflussen. Schon im Vorfeld überlegen wir uns für bedeutende Risiken geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung. Wir orientieren uns dabei an die Grundsätze der Open Standards sowie an die Standards des WWF Netzwerkes im Bereich der Qualitätsprüfung und des Risikomanagements.

Erfolgsmessung

Bei der Projektumsetzung ist uns kontinuierliche Kontrolle wichtig. Für die Projekte werden quartalsweise technische und finanzielle Berichte erstellt und entsprechende Zuarbeiten von WWF-Partnerbüros und anderen externen Partnern durch unsere Projektleitungen und die Projektadministration geprüft. Dies ermöglicht uns dort nachzusteuern, wo Fortschritte hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Interne und externe Evaluation

Im Rahmen der Terminierung von Projekten gibt es einen internen Prozess zur Reflexion des Verlaufes und der Ergebnisse. Bei großen Projekten, oder wo dies von einem der externen Geldgebenen gefordert ist, beauftragen wir aber auch externe Evaluatoren, die die Umsetzung sowie die erzielten Ergebnisse verifizieren und bewerten. Unsere Evaluierungen orientieren sich an den internationalen OECD – DAC-Standards. Neben Projektevaluationen führen wir auch Meta-Evaluationen durch. Es handelt sich dabei um eine „Evaluation der Evaluationen“, d.h. es werden eine Reihe von vorliegenden Evaluationsberichten im Hinblick auf bestimmte strategischen Themen oder Schwerpunkte ausgewertet, um inhaltliche Fragen zu beantworten und Wissen zu generieren. Evaluationen sind eine wichtige Grundlage für das organisationsinterne Lernen – und damit für eine kontinuierliche Verbesserung unserer Arbeit.