Der Konsumgüterhersteller Procter & Gamble (P&G) und WWF Deutschland setzen sich seit Juli 2022 gemeinsam dafür ein, Menschen in Deutschland dafür zu sensibilisieren, ihre Alltagsroutinen nachhaltiger zu gestalten.

Kooperationslogo P&G / WWF

Besonders im Fokus der Initiative steht das Herunterdrehen der Waschtemperatur, denn Kaltwaschen spart Energie und damit CO2-Emissionen.

Die Kampagne wird von einem Sponsoring zum Schutz heimischer und afrikanischer Wälder begleitet. Die dreijährige Partnerschaft knüpft an die bereits seit 2008 bestehende inhaltliche Zusammenarbeit von P&G und dem amerikanischen WWF an, die umfassende transformatorische Nachhaltigkeitsziele verfolgt.

Mit nachhaltigeren Alltagsroutinen das Klima entlasten

CO2-Abdruck des Wäschewaschens © P&G
CO2-Abdruck des Wäschewaschens © P&G

Beim Wäschewaschen runterdrehen, Strom sparen und das Klima schützen – das ist das gemeinsame Ziel von P&G und WWF!

Denn die Deutschen waschen durchschnittlich mit rund 44 Grad Celsius und liegen damit über dem europäischen Durchschnitt. Der größte Teil des CO2-Fußabdrucks des Wäschewaschens – rund 60 Prozent im europäischen Schnitt – geht auf das Konto des eigentlichen Waschzyklus in der Maschine, vor allem durch das Erhitzen des Wassers. Was überraschen kann: Das ist mehr als für Verpackung, Produktion und Transport der Waschmittel anfällt.

Um Verbraucher:innen zum Umdenken zu bewegen und Haushaltsroutinen umweltbewusster zu gestalten, haben WWF und P&G eine wissenschaftlich begleitete Kampagne ins Leben gerufen, mit denen die Partner Deutschlands durchschnittliche Waschtemperatur um jährlich ein Grad senken und damit den CO2-Fußabdruck verringern wollen.

Die Initiative wird vom WWF gemeinsam mit der größten Waschmittelmarke des Unternehmens Ariel durchgeführt.

Nachhaltiger waschen: Jedes Grad zählt!

Grafik zum Einsparpotenzial © P&G

Wer runterdreht, kann viel Strom und damit auch Geld sparen sowie die CO2-Emissionen deutlich reduzieren: Ein Waschgang bei 30 statt 40 Grad reduziert beispielsweise die CO2-Emissionen um bis zu 38 Prozent. Von 60 auf 30 Grad liegt das Einsparpotential sogar bei bis zu 60 Prozent.

Wenn alle in Europa beim Wäschewaschen runterdrehen, könnten wir gemeinsam mehr als 3,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr sparen. Das ist ungefähr so viel, wie wenn zwei Millionen Autos weniger auf den Straßen unterwegs wären. Hier wird deutlich: Jedes Grad zählt! 

Unser gemeinsames Ziel: Eine Reduktion der durchschnittlichen Waschtemperatur in Deutschland um jährlich 1 Grad. Deshalb wird die Wirksamkeit der Kampagne wissenschaftlich evaluiert. Die Studienergebnisse sollen dabei helfen, das Potenzial nutzer:innenzentrierter Kampagnen realistisch einschätzen und auf weitere Initiativen innerhalb des WWF-Netzwerkes übertragen zu können. 

Verbraucher:innen sensibilisieren, Wirkung messbar machen

Kampagne #Wirdrehenrunter © P&G / WWF

Mit der gemeinsamen Kampagne werden WWF und Ariel einerseits die Menschen dafür sensibilisieren, wie einfach sich alltägliche Verhaltensweisen nachhaltiger gestalten lassen und jede:r einen Beitrag für mehr Klimaschutz leisten kann. Im weiteren Verlauf der Partnerschaft sollen die Kampagnenaktivitäten auf andere Alltagssituationen ausgedehnt werden, um so durch kleine Verhaltensänderungen eine große Wirkung für mehr Nachhaltigkeit zu erzielen.   

Andererseits sollen die durch die Kampagne erzielten Verhaltensänderungen und ihre Effekte messbar gemacht werden. Hierfür erarbeiten WWF und P&G mit wissenschaftlicher Unterstützung des Collaborating Center on Sustainable Consumption and Production (CSCP) in Wuppertal eine solide Methodik, um den Kampagnenerfolg zu evaluieren.

Neben der Frage, wie viele CO2-Emissionen sich durch die konkreten Verhaltensänderungen einsparen lassen, soll die Studie zwei weitere Fragen beantworten: Welchen Effekt können vom WWF begleitete Kampagnen auf Verhaltensänderungen haben und welche Parameter müssen die Kampagnen berücksichtigen, um eine größtmögliche Wirksamkeit zu erzielen?

„Wir brauchen neue Brücken, Plattformen und Begegnungsräume mit den Menschen, um zusammen die großen Herausforderungen der Klimakrise zu bewältigen. Die Markenindustrie mit ihrem direkten Kontakt zu den Menschen im Alltag, hat dabei eine riesige und wichtige Aufgabe vor sich – insbesondere mit Blick auf globales Miteinander ebenso wie auf gemeinschaftliche Veränderungen im gesellschaftlichen Verhalten. Die Kampagne #Wirdrehenrunter gemeinsam mit dem WWF und Ariel soll aufklären und eine ganz konkrete Verhaltensänderung herbeiführen. Die Botschaft ist dabei sehr klar: Alle müssen wirksam etwas für den Klimaschutz tun und alle können messbar etwas tun.“

Gabriele Hässig, Geschäftsführerin Kommunikation & Nachhaltigkeit P&G Service GmbH

Ein Sponsoring, das heimische und afrikanische Wälder schützt

Erlenbruchwald in der Uckermark © Thomas Neumann / WWF
Erlenbruchwald in der Uckermark © Thomas Neumann / WWF

Über einen begleitenden Zeitraum von drei Jahren unterstützt Ariel Renaturierungs- und Wiederaufforstungsprojekte im heimischen Brandenburg sowie im kenianischen Chepalungu, um die kohlenstoffreichen Wälder zu erhalten und so das Klima zu schützen.

Deutschlands Wälder stehen zunehmend unter Druck. Naturbelassene und nachhaltig bewirtschaftete Wälder sind zur Ausnahme geworden, richtige Urwälder gibt es schon lange nicht mehr. Dabei sind es vor allem alte, naturbelassene Wälder, die zu Artenvielfalt und Klimaschutz beitragen. P&G mit Ariel unterstützt die WWF-Arbeit zur Schaffung widerstandsfähiger Wälder in der Uckermark im Brandenburger Land.

Das Projektgebiet in der Uckermark umfasst 1.500 Hektar Wald. Ziel der WWF-Arbeit ist, dass natürliche Prozesse wie das Alt-Werden von Baumpersönlichkeiten und das Zulassen von Zerfallsphasen der Bäume als Lebensraum tausender Käfer und Pilze wieder ohne Eingriffe des Menschen ablaufen können.

Baumsetzling für den Chepalungu Forest © Federick Wissah / WWF Kenia
Baumsetzling für den Chepalungu Forest © Federick Wissah / WWF Kenia

Die Wälder in der Projektregion Chepalungu in Kenia gehören zu den artenreichsten Ökosystemen des afrikanischen Kontinents. Doch sie sind massiv durch Entwaldung bedroht. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, setzen sich P&G mit Ariel und WWF für eine umfangreiche Aufforstung des rund 5.000 Hektar großen Chepalungu Forest ein.

Zugleich wird eine nachhaltige Nutzung des Gebiets durch die Gemeinden vor Ort angestrebt. Neben heimischen Baumarten sollen hierzu auch Obstbäume und andere schnell wachsende Arten gepflanzt werden. Die Aufforstung des Gebiets sichert die Lebensgrundlage für die Bewohner:innen der Region und schützt sie vor verheerenden Naturkatastrophen.

Internationale Partnerschaft mit ambitionierten Nachhaltigkeitszielen

Zufluss zur Ostrach in Bayern © imageBROKER / Arco Images GmbH
Zufluss zur Ostrach in Bayern © imageBROKER / Arco Images GmbH

P&G ist SBTi first mover, hat also als eines der ersten Unternehmen ein wissenschaftsbasiertes Klimaziel eingereicht, und verfolgt ein ambitioniertes und klares Nachhaltigkeitsziel: Net Zero bis 2040. Das bedeutet, dass P&G bis 2040 im Rahmen der gesamten Geschäftsaktivitäten und der Lieferkette – vom Rohstoff bis zum Lager der Einzelhändler – keine Treibhausgasemissionen mehr emittieren möchte.

Der Konzern hat hierzu einen Climate Transition Action Plan veröffentlicht und arbeitet mit klaren Dekadenzielen, um den Fortschritt auf dem Weg messen zu können. Der WWF US berät das Unternehmen bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie und bei der Erreichung der gesetzten Nachhaltigkeitsziele. Das langjährige Commitment von P&G sowie eine hohe fachliche Kompetenz in Nachhaltigkeitsfragen sind zentrale Eckpfeiler der internationalen Zusammenarbeit.

Die transformativen Themen, zu denen die Partner in den USA arbeiten, umfassen

  • nachhaltige Rohstoffe ;
  • Klima und Energie
  • Süßwassernutzung

„Wir haben uns verpflichtet, klimaneutral zu werden und das geht nur, wenn wir in Zukunft anders produzieren und unsere Supply Chain neu denken. Für P&G geht es darum, messbare Fortschritte zu erzielen und Transformation zu schaffen. Innovationsfreude und Offenheit für neue Technologien sind wichtige Elemente, um die Dekarbonisierung zu schaffen, Recycling zu fördern und natürliche Ressourcen zu schützen. Gleichzeitig sind transformative Partnerschaften, wie die Zusammenarbeit mit dem WWF, bedeutsame Hebel, um Verbraucherverhalten zu ändern und den Klimaschutz zu stärken. Mit dem WWF wollen wir uns gemeinsam für nachhaltige Waschroutinen einsetzen.“

Astrid Teckentrup, Vorsitzende der Geschäftsführung Procter & Gamble Deutschland, Österreich, Schweiz

Über P&G

Procter & Gamble ist einer der größten Konsumgüterhersteller der Welt. Das Unternehmen ist in 70 Ländern vertreten und hat seinen Hauptsitz in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio, wo es 1837 gegründet wurde.

Seit 1960 ist P&G in Deutschland vertreten und betreibt hier eines der größten Forschungs- und Entwicklungsstandorte. Die wichtigsten Standbeine sind die Bereiche Babypflege, Körperpflege, Bartpflege, Mundpflege sowie Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel. Die Fortschritte des Unternehmens hinsichtlich ESG und Nachhaltigkeit sind hier nachzulesen:

Kontakt:

Patricia Graf

PANDA Fördergesellschaft für Umwelt mbH / WWF Deutschland

Sandra Vartan

PANDA Fördergesellschaft für Umwelt mbH / WWF Deutschland

Gabriele Hässig

Procter & Gamble Germany GmbH & Co Operations oHG

Björn Sievers

Procter & Gamble Germany GmbH & Co Operations oHG