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Blinde Flecken beim Klimaschutz

22. November 2019

WWF veröffentlicht Denkanstöße für mehr Verantwortung in der Lieferkette

©iStock
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Der öffentliche Druck auf Unternehmen steigt, Verantwortung für ihre Lieferketten zu übernehmen. Neben sozialen Standards und der Herkunft von Ressourcen spielt auch die Frage nach dem Klimaschutz eine immer wichtigere Rolle. Der WWF Deutschland hat nun zusammen mit der Unternehmensberatung Sustainable AG ein Diskussionspapier veröffentlicht, das die Hindernisse für erfolgreichen Klimaschutz in Lieferketten identifiziert und Lösungsvorschläge zeigt. Die Analyse wird bei einer Expertenveranstaltung von WWF, dem Deutschen Global Compact Netzwerk und der Sustainable AG mit ca. 60 Unternehmensvertretern am Freitag, den 22. November in München bei der BayWa AG vorgestellt.

 

Alexander Liedke, Senior Manager für nachhaltige Wirtschaft und Märkte beim WWF, sagt: „Der Fußabdruck der deutschen Industrie geht weit über die Grenzen und die eigene Produktion hinaus. Daraus ergibt sich eine erweiterte Verantwortung, der noch zu wenige Unternehmen nachkommen. Das wollen wir ändern.“ Insbesondere mangele es häufig an einem effektiven Management der sogenannten „Scope-3-Emissionen“. Unter Scope 3 fallen alle Emissionen, die bei vor- und nachgelagerten Tätigkeiten von Unternehmen entstehen, etwa bei Zulieferern und Drittanbietern. Dazu zählen beispielsweise der Abbau von Rohstoffen. Auch die Erzeugung oder der Bezug von erneuerbaren Energien müsse bei Unter-nehmen und auch in der Lieferkette in Zukunft eine wichtigere Rolle spielen.

 

Jan Krebs, Geschäftsführer der Sustainable AG und einer der Autoren, sagt: „Viele Unternehmen wollen ihre Ambitionen in die Lieferkette ausweiten. Die Komplexität dieser Aufgabe schreckt viele jedoch ab. Das Diskussionspapier zeigt erste Lösungsansätze auf.“ Ergänzend sagt Marcel Engel, Leiter der Geschäftsstelle des Deutschen Global Compact Netzwerks: „Die Zusammenarbeit mit Akteuren in der Lieferkette ist entscheidend, um als Unternehmen einen angemessenen Beitrag zur Lösung der globalen Klimakrise zu leisten.“

Kontakt:

Julian Philipp

Pressestelle WWF

Tel.: 030-311 777 467

julian.philipp@wwf.de

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