WWF-Weiterbildungsangebot „klimafit“ startet ab März an 149 Volkshochschulen in ganz Deutschland

Starkregen, Hochwasser und Hitzewellen: Die Klimakrise stellt Städte und Gemeinden vor große Herausforderungen. Engagierte Bürger:innen können mithelfen, ihre Kommune klimafreundlicher zu gestalten. Wie das geht, lernen sie ab März im Kurs „klimafit – Klimawandel vor der Haustür! Was kann ich tun?“. Der Kurs wurde vom WWF Deutschland und dem Helmholtz-Verbund Regionale Klimaänderungen und Mensch (REKLIM) entwickelt. Er findet bundesweit an 149 örtlichen Volkshochschulen statt. Zudem ist „klimafit“ für den „Nationalen Preis – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in der Kategorie „Newcomer“ nominiert. Die deutsche UNESCO-Kommission und das Bundesministerium für Bildung und Forschung vergeben den Preis im Mai in Berlin. 

 

"Die Klimakrise beeinflusst, wie wir künftig unsere Städte planen, wie wir wohnen und uns ernähren. Der Kurs „klimafit“ vermittelt die wissenschaftlichen Grundlagen, wie wir uns an den Klimawandel und seine Folgen gut anpassen können. Er stattet die Teilnehmenden mit Handlungskompetenzen aus, so dass sie aktiv den Klimaschutz vor der Haustür mitgestalten können. Das macht Mut und zeigt, dass wir die Klimaziele erreichen können."

Bettina Münch-Epple, Leiterin der Bildungsabteilung beim WWF Deutschland

An sechs Kursabenden erfahren Interessierte mehr über das Klimaschutzmanagement ihrer Kommune und wie sie sich daran beteiligen können. Dabei haben die Kursteilnehmenden die Möglichkeit, mit führenden Klimawissenschaftler:innen, regionalen und lokalen Expert:innen und Initiativen zu sprechen. „Mit jedem zehntel Grad Erwärmung jenseits des vereinbarten Klimaziels von 1,5°C steigt das Risiko für unbeherrschbare Folgen für Mensch und Natur. Daher muss jede und jeder auf eigene Weise dazu beitragen, weitere Emissionen und die Verbrennung fossiler Energieträger einzusparen", sagt Dr. Klaus Grosfeld, Klimawissenschaftler und REKLIM-Geschäftsführer. Nach erfolgreicher Teilnahme am Kurs „klimafit“ erhalten sie ihr „klimafit“-Zertifikat, das sie als Multiplikator:innen für den kommunalen Klimaschutz auszeichnet.

Der Fortbildungskurs richtet sich an alle, die den Klimaschutz voranbringen wollen. Damit beginnen die Teilnehmenden bereits im Kurs: Die „klimafit“-Challenge zeigt, wie sie CO2-Emissionen durch kleine Verhaltensänderungen etwa beim Essen, Heizen oder im Verkehr einsparen können. Indem die Teilnehmenden weniger Energie verbrauchen, tragen sie zusätzlich zur Versorgungssicherheit in ihrer Kommune bei. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 137 Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht der Klimawirkung der Flugreise einer 14-köpfigen Reisegruppe, die einmal von Berlin nach Sydney und zurück in der Economy-Class fliegt.*

Hintergrund:

Den Kurs „klimafit“ haben der WWF Deutschland und der Helmholtz-Forschungsverbund „Regionale Klimaänderungen und Mensch" (REKLIM) 2017 gemeinsam entwickelt. Als dritter Projektpartner im Konsortium führt die Universität Hamburg die sozialwissenschaftliche Begleitforschung zum Projekt durch. Lokale Klimaschutzverantwortliche, Vertreter:innen von lokalen Initiativen und Wissenschaftler:innen unterstützen die Kurse mit Fachbeiträgen. Das Projekt wird durch regionale Partner verstärkt, darunter ecolo – Agentur für Ökologie und Kommunikation, LIFE Bildung Umwelt Chancengleichheit e.V., Verein Zukunftsfähiges Thüringen e.V., Projekt Nachhaltigkeitszentrum Thüringen, KlimaKom eG, ifpro – Institut für Fortbildung und Projektmanagement, Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) am Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier und KlimaDiskurs.NRW e.V.

Eine Übersichtskarte mit allen teilnehmenden Kursstandorten finden Sie unter www.klimafit-kurs.de/kurs-finden

Sie können hier eine Interessensbekundung für einen Kursplatz abgeben, sollte der Kurs noch nicht im Programm der diesjährigen vhs-Standorte aufgelistet sein. Wir informieren Sie, sobald die Kursanmeldung möglich ist.

Eine Übersicht über alle Partner finden Sie unter www.klimafit-kurs.de/ueber-klimafit/unsere-partner

Das Bildungsprojekt wird seit Januar 2022 für drei Jahre von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

 

* Im vierten Absatz hieß es in einer früheren Version (vom 23. Januar 2023): „Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 137 Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht den Emissionen einer 25-köpfigen Reisegruppe, die von Berlin nach Sydney und zurück in der Economy-Class fliegt.“ Grundlage der Berechnung sind die von der Organisation atmosfair angegebenen Emissionsäquivalenzwerte für diese Flugdistanz. Aktuell gibt atmosfair einen Wert von 3,4 Tonnen für reine CO2-Emission an plus einem Wert von 6,7 Tonnen CO2 für die Klimawirkung von Nicht-CO2-Emission wie beispielsweise Kondensstreifen und Ozonwirkung. Dies war in der bisherigen Berechnung nicht vollumfänglich beinhaltet gewesen.

Kontakt

Doreen Kolonko

Studentische Mitarbeiterin für Bildung, Kinder & Jugend, WWF-Markenerlebnisse / Berlin

  • Amur-Tiger © Ola Jennersten / WWF Schweden Bedrohte Arten

    Der Rückgang der biologischen Vielfalt wird maßgeblich durch menschliches Handeln verursacht. Der WWF setzt sich weltweit für den Schutz bedrohter Arten ein. Erfahren Sie mehr zum Artenschutz