WWF: Planen ist Silber, Umsetzen ist Gold

Am 17. Januar 2023 eröffnet Umweltbundesministerin Steffi Lemke den BMUV-Agrarkongress – erneut gemeinsam mit Bundesagrarminister Cem Özdemir. Das diesjährige Motto lautet „Lebensgrundlagen schützen, Krisen begegnen“. Dazu sagt Johann Rathke, Koordinator für Agrar- und Landnutzungspolitik des WWF Deutschland:

„Die Klimakrise, der Verlust der Artenvielfalt und die Belastung unserer Gewässer und Böden gefährden unsere Lebensgrundlagen. Wir müssen resiliente Agrarsysteme schaffen, die Biodiversität, Klima, Boden und Wasser besser schützen. Steffi Lemke und Cem Özdemir müssen für diese Transformation der Landwirtschaft jetzt ein paar Gänge hochschalten. 2023 braucht es Klarheit bei der Finanzierung des Umbaus der Tierhaltung in der deutschen Landwirtschaft. Dringlich ist das Aus für Agrokraftstoffe in Deutschland, damit wir mehr als 800.000 Hektar Produktionsfläche für den Anbau von Lebensmitteln schaffen. Und Bund, Länder und Kommunen müssen zügig messbare Ergebnisse beim Moorschutz erzielen.

Auf EU-Ebene sollte Cem Özdemir einen ambitionierten Vorschlag einbringen, wie die Agrarförderung ab 2028 endlich nachhaltig wird. Steffi Lemke und Cem Özdemir müssen sich außerdem auf EU-Ebene gemeinsam dafür stark machen, dass die EU-Pestizidverordnung kommt und nicht weiter durch Lobbydruck verschleppt wird.“

 

Kontakt

Wiebke Elbe

Pressesprecherin für Ernährung, Landwirtschaft, Bergbau / Berlin

  • Amur-Tiger © Ola Jennersten / WWF Schweden Bedrohte Arten

    Der Rückgang der biologischen Vielfalt wird maßgeblich durch menschliches Handeln verursacht. Der WWF setzt sich weltweit für den Schutz bedrohter Arten ein. Erfahren Sie mehr zum Artenschutz