Zur heute beschlossenen Änderung am Gebäudeenergiegesetz (GEG) sagt Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF Deutschland:
„Ein zentraler Meilenstein der Wärmewende wird nun trotz des weiterhin fehlenden Gebäudemodernisierungsgesetzes um Monate verschoben. Das fügt sich leider nahtlos in das bisherige Bild der Energiepolitik der Bundesregierung ein: weitere Monate der Unsicherheit für Haushalte und Wirtschaft, Öl- und Gasheizungen dürfen mitten in der fossilen Energiekrise weiter eingebaut werden und der Klimaschutz bleibt erneut auf der Strecke. Dieser rückwärtsgewandten Entscheidung sollte der Bundestag nicht zustimmen.“
Hintergrund:
- In Großstädten über 100.000 Einwohner wäre eigentlich am 1. Juli gemäß aktuellem GEG der Neueinbau von fossilen Gas- und Ölheizungen untersagt gewesen, ein entscheidender Schritt für die Wärmewende. Weil sich die Koalition bei der Ausgestaltung des künftigen Gebäudeenergiegesetzes aber nicht rechtzeitig dafür einig geworden ist, will man diese Frist nun um einige Monate verschieben.