Anlässlich der Veröffentlichung des neuen IPBES-Reports zu Unternehmen und Biodiversität sagt Silke Düwel-Rieth, Leiterin Wirtschaft & Märkte beim WWF Deutschland:
„Die Biodiversitätskrise ist die Schwester der Klimakrise. Sie ist nur weniger sichtbar, dafür aber genauso gefährlich. Noch immer unterschätzen viele Unternehmen, dass der massive Verlust an Arten und Ökosystemen ihre Geschäftsmodelle fundamental bedroht. Doch der Zugang zu sauberem Wasser, fruchtbaren Böden, stabilen Lieferketten oder natürlichen Rohstoffen ist nicht nur eine Umweltfrage, sondern auch und gerade eine knallharte Wirtschaftsfrage.
Der heute veröffentlichte IPBES-Bericht zu Wirtschaft und Biodiversität macht unmissverständlich klar: Der Verlust der biologischen Vielfalt ist ein zentrales Risiko für wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftlichen Wohlstand. Unternehmen und der Finanzsektor sind dabei entscheidende Akteure – nicht aus bloßem Pflichtgefühl, sondern aus eigenem Interesse. Wer Abhängigkeiten von Natur ignoriert, gefährdet Geschäftsmodelle, Investitionen und langfristige Wertschöpfung. Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass Unternehmen den notwendigen Wandel nicht allein bewirken können.
Es braucht ein Zusammenspiel aus Politik, Wirtschaft, Finanzmärkten und Zivilgesellschaft, das verlässliche Rahmenbedingungen schafft, Risiken reduziert und Kapital gezielt in zukunftsfähige Geschäftsmodelle lenkt – für ein Wirtschaften und Leben innerhalb der planetaren Grenzen.“