Ein erfolgreicher Standort Europa braucht Klima- und Ressourcenschutz

Berlin, 11.2.2026: Für Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz sind wirksamer Klima- und Umweltschutz unabdingbar. Nur eine intakte Natur und ein stabiles Klima sichern langfristig unsere Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen. Darauf weist der WWF Deutschland mit Blick auf das Treffen der EU-Staats- und Regierungschef:innen an diesem Donnerstag hin, bei dem es um die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union gehen soll. Dazu sagt Heike Vesper, Vorständin beim WWF Deutschland: 

„Beim Thema Wettbewerbsfähigkeit sollten die Staats- und Regierungschef:innen nicht vergessen, dass ein zentrales Risiko der EU die Abhängigkeit von fossilen Energien und Rohstoffen ist. Unsere Chance liegt dagegen in einer konsequenten grünen Wende. Nur die umfassende Transformation macht uns unabhängiger gegenüber geopolitischen Machtspielchen und bietet eine langfristig sichere Basis für wirtschaftlichen Erfolg. Wenn über ‚Made in Europe‘ gesprochen wird, sollten grüne Leitmärkte mit klaren Klima- und Ressourcenschutzkriterien elementarer Teil der Diskussion sein. Dafür braucht es auch einen starken Emissionshandel, damit der Durchbruch sauberer Produkte gelingt. Ebenso muss die EU dringend in eine umfassende Kreislaufwirtschaft investieren. Gerade in Zeiten instabiler Lieferketten sorgt das für Sicherheit und Wettbewerbsvorteile für europäische Unternehmen. Die nachhaltige Wirtschaftswende ist die Zukunftsvision, auf die die europäischen Staats- und Regierungschef:innen hinarbeiten sollten. Ein Abbau von Umwelt- und Klimastandards, wie sie Bundeskanzler Friedrich Merz immer wieder einbringt, hilft der Wettbewerbsfähigkeit nicht, sondern schadet dem Standort Europa.”

Aktuell schwächt die EU-Kommission auf breiter Front europäische Umwelt- und Naturschutzgesetze, die auch für die Stabilität, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit Europas entscheidend sind. Das europaweite Bündnis #HandsOffNature will das ändern und hat eine europaweite Petition gestartet, mit der auf die aktuellen Attacken auf den europäischen Umwelt- und Naturschutz aufmerksam gemacht wird. Mehr Informationen unter: https://mitmachen.wwf.de/hands-off

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Lea Vranicar

Pressesprecherin

Klimaschutz und Energiepolitik / Berlin

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