Hochwasser im Auwald © Peter Ibe

Pressestatement zum Entwurf des Natürliche-Infrastruktur-Stärkungsgesetzes (NATIF)

Stand: 09.07.2026

Entwurf des Natürliche-Infrastruktur-Stärkungsgesetzes ohne Korrekturen zahnloser Tiger

Berlin, den 09.07.2026: Der WWF Deutschland hat heute im Rahmen einer Verbändeanhörung zum Entwurf des Natürliche-Infrastruktur-Stärkungsgesetzes Stellung bezogen. Dazu sagt Matthias Meißner, Bereichsleiter Politik und Biodiversität des WWF:

„Wir brauchen ein wirksames Natürliche-Infrastruktur-Stärkungsgesetz, denn unsere natürlichen Lebensräume sind in einem beklagenswerten Zustand und das Artensterben geht ungebremst weiter. Durch zahlreiche aktuelle Gesetzesvorhaben wie dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz und dem Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz zum Abbau von Umweltstandards und für den Vorrang grauer Infrastruktur wie Straßen, Parkplätze und Flughäfen drohen sie komplett unter die Räder zu kommen.

Das Bundesumweltministerium hat in seinem ursprünglichen Gesetzentwurf gute Vorschläge gemacht. Im Zentrum steht ein überragendes öffentliches Interesse für ein Netz aus Schutzgebieten und anderen bedeutenden Naturräumen - einer „natürlichen Infrastruktur“. Andere Bundesministerien haben diesen Entwurf so massiv abgeschwächt, dass er kaum noch Wirkung entfalten kann. In der verbleibenden Zeit der Ressortabstimmung muss dies dringend korrigiert und ein Gesetz auf den Weg gebracht werden, das die Natur mit ihren zahlreichen Leistungen für den Menschen und als Grundlage seines Wirtschaftens wirklich stärkt.“

Link Stellungnahme: https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Politik/WWF-Stellungnahme-NatInfG.pdf

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Kontakt

Wiebke Elbe

Pressesprecherin

Agrarrohstoffe, Biodiversität und Bergbau / Berlin

  • Amur-Tiger © Ola Jennersten / WWF Schweden Bedrohte Arten

    Der Rückgang der biologischen Vielfalt wird maßgeblich durch menschliches Handeln verursacht. Der WWF setzt sich weltweit für den Schutz bedrohter Arten ein. Erfahren Sie mehr zum Artenschutz