506 Städte und Gemeinden in Deutschland waren dabei
Stunde der Erde als weltweites Symbol für mehr Klimaschutz
Pressebilder von Aktion in Berlin stehen zum Download zur Verfügung
Berlin, 28.3.2026: Am Samstag haben 506 Städte und Gemeinden, 405 Unternehmen und tausende Menschen in Deutschland an der Earth Hour teilgenommen und gemeinsam ein Zeichen fürs Klima gesetzt. In Deutschland erlosch um Punkt 20.30 Uhr anlässlich der zwanzigsten “Stunde der Erde” unter anderem die Beleuchtung am Schloss Neuschwanstein, am Erfurter Dom, am Brandenburger Tor und am Schalke Stadion in Gelsenkirchen. In diesem Jahr stand die WWF-Aktion in Deutschland unter dem Motto: „Wir machen’s aus!“ und betonte so den Einfluss, den jede und jeder Einzelne mit der Beteiligung an der Earth Hour auf die Politik ausüben kann.
„Die breite Unterstützung zeigt: Klimaschutz hat großen Rückhalt in der Gesellschaft. Die Earth Hour hätte dabei nicht zu einem passenderen Zeitpunkt stattfinden können: in einer Woche, in der die Bundesregierung ein unzureichendes Klimaschutzprogramm vorstellt, in der die Wirtschaftsministerin bei einer Öl- und Gaskonferenz in Texas Europas Klimaziele infrage stellt und in der von der Weltwetterorganisation ein Warnruf zum Zustand des Weltklimas kommt. Die Earth Hour ist ein klarer Auftrag an die Politik, ihre klimapolitischen Rückschritte zu beenden, die Energiewende konsequent voranzutreiben und unsere Abhängigkeit von fossilen Energien zu verringern“, sagt Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF Deutschland.
Deutschland leidet heute schon unter den Folgen der Klimakrise: Die durchschnittliche Temperatur hat sich hierzulande stärker erhöht als im globalen Durchschnitt. Die Folgen sind vielfältig, von Dürren mit Ernteausfällen zu Starkregen mit Überflutungen und Hitze mit all ihren gesundheitlichen Gefahren. Hauptverantwortlich dafür ist die Nutzung von fossilen Energien, also Kohle, Öl und Gas. Die aktuelle geopolitische Lage zeigt deutlich: Fossile Abhängigkeiten sind nicht nur fatal fürs Klima, sondern ein Sicherheits- und Kosten-Risiko.
„Was wir brauchen, sind Mut und Entschlossenheit, um uns zukunftsfähig zu machen. Die Kosten des Nichtstuns übersteigen die Kosten des nachhaltigen Wandels um ein Vielfaches – egal ob wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Art. Wenn wir jetzt handeln, schaffen wir die Grundlage für unser Wohlergehen heute und morgen“, so Raddatz.
Zur Earth Hour werden weltweit zwischen 20:30 Uhr und 21:30 Uhr Ortszeit die Lichter an Sehenswürdigkeiten, Unternehmenssitzen und in Privathäusern ausgeschaltet, um ein klares Signal für wirksamen Klimaschutz zu senden. In diesem Jahr erloschen unter anderem die Lichter am Opernhaus in Sydney, am Skytree in Tokio und am Eiffelturm in Paris. Die Aktion wurde 2007 vom WWF Australien ins Leben gerufen und findet mittlerweile in der ganzen Welt statt. In Deutschland veranstaltete der WWF Deutschland die zentrale Aktion am Brandenburger Tor. Hier gingen nicht nur die Lichter an dem berühmten Wahrzeichen aus, sondern auch an einer rund sieben Meter hohen nachgebauten Schreibtischlampe, die für das diesjährige Motto der Earth Hour steht.
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