Berlin, 25.3.2026: Mit dem vorgelegten Klimaschutzprogramm schafft es die Bundesregierung nicht, Klimaschutz glaubwürdig und langfristig sicherzustellen. Es basiert auf einer veralteten Datenbasis und liefert weder eine angemessene Antwort auf die Klimakrise noch wird es den gesetzlichen Anforderungen gerecht. Darauf weist der WWF Deutschland mit Blick auf das am Mittwoch vom Bundeskabinett vorgestellte Programm hin. Als Grundlage wurde der Projektionsbericht aus dem vergangenen Jahr genutzt: Der jüngste Projektionsbericht allerdings geht bereits von einer deutlich größeren Klimaschutzlücke allein bis 2030 aus. Aktuelle Pläne zur Abschwächung von zentralen Instrumenten – von Gebäudeenergiegesetz über Emissionshandel bis hin zum Verbrenner-Aus – sind nicht berücksichtigt. Dazu sagt Viviane Raddatz, Klimachefin beim WWF Deutschland:
„Das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung ist wie ein Gericht, bei dem der Großteil der Zutaten fehlt. Während einem Instrument im Klimaschutzprogramm eine positive Wirkung zugeschrieben wird, legt die Bundesregierung an anderer Stelle genau an dieses Instrument die Säge an. Trotz einiger guter Maßnahmen kann das Programm weder das Erreichen der Klimaziele sicher garantieren noch die in der aktuellen geopolitischen Krisenlage doppelt notwendige Abkehr von den fossilen Abhängigkeiten mit Schwung vorantreiben. Weitere Maßnahmen sind nach wie vor dringend nötig. Wir appellieren an die Regierungsparteien, Deutschland nicht länger einem Schlingerkurs auszuliefern, der uns in Abhängigkeiten festhält, sondern das Erfolgsprojekt Energiewende voranzubringen. Dazu gehört, wirksame Instrumente zu stärken, statt zu schwächen, und sie mit ausreichend finanziellen Mitteln auszustatten.“