Vom Versprechen in die Praxis?

Die Europäische Kommission hat heute ihr Überprüfungspaket zur EU-Waldschutzverordnung (EUDR) veröffentlicht. Damit nähert sich eine monatelange Phase der Unsicherheit dem Ende. Nach diversen, teils umweltschädlichen Vereinfachungen bleibt die Verordnung im Grunde bestehen.

Peer Cyriacks, Programmleiter Wald beim WWF Deutschland: „Die EUDR bleibt trotz der Rückschläge ein großer Fortschritt für den Schutz der globalen Wälder. Dass Rindsleder im letzten Moment aus der Verordnung gestrichen wurde, zeigt den starken Einfluss der Wirtschaftslobby auf die Verordnung und ist wissenschaftlich nicht begründbar.

Was wir nach dieser jahrelangen Hängepartie brauchen, ist eine entschlossene Umsetzung, klare Durchsetzung und der politische Wille, zu den bereits eingegangenen Verpflichtungen zu stehen. Nur dann kann die EUDR den wirksamen Schutz leisten, den unsere Wälder dringend brauchen.

Hintergrund EUDR:
Die EU-Waldschutzverordnung zielt darauf ab, den Import und die Vermarktung von Produkten zu stoppen, die mit Entwaldung und Waldschädigung in Verbindung stehen (Soja, Palmöl, Kakao, Kaffee, Rindfleisch, Leder, Kautschuk und Holzprodukte). Wie jüngste Analysen zeigen, gehen allein durch den EU-Konsum weltweit jedes Jahr rund 50 Millionen Bäume verloren. Durch eine konsequente Umsetzung der EUDR würden Millionen Tonnen an Treibhausgasemissionen vermieden werden.

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Pressesprecherin

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