Wilderei, Abholzung und Lebensraumverlust bedrohen insbesondere den Bärennachwuchs. Besonders schlimm ist die Situation in Rumänien: Wilderer stellen den Elterntieren nach, und Waldarbeiter treiben mit ihren kreischenden Motorsägen die Bärenmütter in die Flucht. Zurück bleiben die hilflosen Jungen, die ohne ihre Mutter keine Chance zum Überleben haben. Die verwaisten Bärenjungen werden aufgelesen und in die Auffangstation in Rumänien gebracht, wo sie fast wie in freier Natur aufwachsen.

Es ist eine einzigartige Methode, denn der Kontakt zu Menschen ist beschränkt auf das unbedingt notwendige Maß – nur so können die Tiere später wieder in Freiheit leben. Die kleinen Bären lernen in Gruppen von Gleichaltrigen alles, was sie zum Leben brauchen. Sobald die Bären stark genug sind, werden sie in die Wildnis entlassen.

2021 war für das Team des Waisenhauses für Braunbären ein sehr turbulentes Jahr. Von April an bis in den August hinein wurden so viele Bären-Waisen wie noch nie ins Waisenhaus gebracht. „Wir wurden fast jede Woche kontaktiert, um Bären-Junge abzuholen oder einzufangen, die ohne ihre Mutter gesehen worden waren oder gefunden wurden“, erzählt Leonardo Bereczky, Gründer des Waisenhauses für Bärenkinder. Mehr als 30 Bären-Waisen gelangten so im Laufe des Jahres in das Waisenhaus.

Wohl wichtigstes Projekt 2021 war aber die Überarbeitung des FütterungskonzeptsDie Idee: Ein Seilbahn-System, über das die Bären künftig mit Futter beliefert werden sollen. Mit dem Bau eines Prototyps hat das Team bereits begonnen: „Insgesamt benötigen wir drei verschiedene Seilbahnen, um alle Gehege zu erreichen. Die erste ist 400 Meter lang“, erklärt Leonardo.

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Das können Sie für die Braunbären tun

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