Amazonien ist die größte noch verbliebene Regenwaldregion unserer Erde, außerordentlich artenreich und entscheidend für das Weltklima. Eine wichtige Lebensader des gesamten Amazonas-Ökosystems liegt im Grenzgebiet zwischen Ecuador, Kolumbien und Peru. Die nordwestliche Amazonasregion ist nicht nur Heimat unzähliger Tier- und Pflanzenarten. Auch die Existenz vieler indigener Gruppen hängt von einem intakten Wald ab. Entschlossener denn je setzen wir uns gegen die rücksichtlose Abholzung und Zerstörung dieses wertvollen Öko-Paradieses ein.

Auf einen Blick: Nordwestlicher Amazonas-Korridor

Die Schutzgebiete im Nordamazonas © WWF
Die Schutzgebiete im Nordamazonas © WWF

Eine gesunde Nordwestliche Amazonas-Region bestimmt das ökologische Gleichgewicht des gesamten Amazonas-Gebietes. Flora und Fauna sind besonders vielfältig; viele Pflanzen und Tiere gibt es nur hier gibt.

  • Lage: Zur Region gehören große Teile des kolumbianischen, ecuadorianischen und peruanischen Amazonas.
  • Fläche: Die Region umfasst fast  20 Millionen Hektar. 10 Millionen Hektar davon gehören zum Projektgebiet.
  • Lebensraum: In den Schutzgebieten leben mehr als 400 Vogel-, 100 Reptilien-, etwa 200 Säugetier- und mehr als 3.500 Pflanzenarten. Dazu zahllose Insekten und Schnecken. Die Region ist u. a. Lebensraum der bedrohten Flussdelfine und der Jaguare.
  • Mission: Bis zum Jahr 2023 wollen wir zehn Millionen Hektar Wald, Flüsse und Süßwasserbereiche schützen – ein Korridor an Schutzgebieten und indigenen Territorien zum Stopp einer der größten Entwaldungsfronten der Welt.

Einzigartige Artenvielfalt vom Raubbau bedroht

Doch diese einzigartige Vielfalt an Arten und Kulturen ist bedroht. Mit der zunehmenden Besiedlung leidet die Natur unter einem rücksichtlosen Raubbau. Jahr für Jahr werden riesige Waldgebiete für Acker- und Weideflächen abgeholzt. Goldgewinnung und Erdölförderung verschmutzen Gewässer. Straßen werden teils durch weitgehend unberührten Regenwald geschlagen, Flüsse zu Wasserstraßen ausgebaut. Die Folgen für Natur und Klima spüren wir alle längst. Flüsse und Wälder sind zugleich Heimat und Lebensgrundlage von fast zwei Millionen Menschen, darunter 68 indigene Gruppen, die teils in freiwilliger Isolation leben.

So schützen wir den Nordwestlichen Amazonas-Korridor

Der Raubbau hat den Regenwäldern Kolumbiens, Ecuadors und Perus bereits großen Schaden zugefügt. Um ihren natürlichen Schatz zu bewahren, haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2023 rund zehn Millionen Hektar Wald zu schützen. Die Gefahren sind komplex. Nationale Lösungen allein reichen dafür nicht. Im Nordwestlichen Amazonas-Korridor arbeiten wir deshalb grenzübergreifend.

Neben politischer Überzeugungsarbeit sowie der Ausweisung und dem Erhalt von Schutzgebieten und indigenen Territorien steht die Arbeit mit der lokalen Bevölkerung im Fokus. Wir sprechen über die Bedrohungen und arbeiten mit den Menschen vor Ort für ein gemeinsames Ziel: den Reichtum der Natur zu erhalten und die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen zu ermöglichen. Gemeinsam entwickeln wir umweltfreundliche, nachhaltige Einkommensquellen für Kleinbauern und Ureinwohner.

Helfen Sie mit, die Wälder unserer Welt zu bewahren!

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Roberto Maldonado

Referent Südamerika