Beim Klimastreik am 22. Oktober 2021 demonstriert der WWF mit Fridays for Future in Berlin für eine Klima-Koalition. Die Bundestagswahl hat gezeigt: Klimaschutz ist den Wähler:innen ein wichtiges Thema. Das ist ein großer Erfolg unseres Protests!

Doch damit sind Klimakrise und Artensterben noch nicht gestoppt. Die politischen Entscheidungen der nächsten vier Jahre bestimmen maßgeblich, ob wir den deutschen Beitrag für das 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens noch einhalten können. Die neue Regierung muss daher umfassende Maßnahmen für konsequenten Klimaschutz im Koalitionsvertrag festschreiben und umsetzen, bevor es zu spät ist.

Klimaschutz ist nicht verhandelbar

Alle Augen richten sich jetzt auf Berlin: Wenn am 22. Oktober Menschen allen Alters gemeinsam mit uns und Fridays For Future auf die Straßen der Hauptstadt ziehen, können wir den Druck an den Verhandlungstischen deutlich erhöhen. Doch das gelingt uns nur, wenn wir richtig viele werden. Kommen Sie mit!

Fridays For Future organisiert für den 22. Oktober aus vielen Städten und Gegenden gemeinsame Anreisen per Bus zum Zentralstreik nach Berlin.

So können Sie den Klimastreik unterstützen:

Ein zentraler Klimastreik in Berlin, kurz nachdem in ganz Deutschland mehr als 600.000 Menschen Ende September für die Klimawahl auf den Straßen demonstriert haben – das ist eine echte Herausforderung. Wir wollen am 22. Oktober ein deutliches Signal an die Verhandlungstische der Ampel-Koalition senden und zeigen, dass wir eine Klima-Koalition brauchen. Doch wir haben nicht viel Zeit für die Mobilisierung. Helfen Sie uns dabei:

  • In Berlin haben wir mehrere Abholstationen für Mobilisierungsmaterial eingerichtet. Holen Sie sich Plakate und Aufkleber dort ab und plakatieren Sie für den Klimastreik. Achten Sie dabei bitte darauf, die Materialien nur dort anzubringen, wo es erlaubt ist! 
  • Drucken Sie Ihre Plakate selber aus, wenn Sie zum Beispiel nicht in Berlin leben. Wir stellen dafür verschiedenen Druckvorlagen bereit. 
  • Posten und twittern Sie über den Klimastreik, zum Beispiel mit den Grafiken und Motiven, die wir hierfür erstellt haben. So können Sie in ganz einfach Ihre Freund:innen und Familie in den sozialen Medien für den Klimastreik mobilisieren! Oder teilen Sie einfach diese Webseite!

Was wir fordern

Gemeinsam mit einem breiten Bündnis fordern wir von der zukünftigen Regierung, dass sie:

  • spätestens 2030 aus der Kohle aussteigt und dafür sorgt, dass Menschen für Kohle nicht ihr Zuhause verlieren.
  • die Erneuerbaren auf mindestens 80 Prozent Anteil am Bruttostromverbrauch bis 2030 natur- und sozialverträglich ausbaut. Sie muss Maßnahmen zur Energieeinsparung ergreifen und in Alternativen zu fossilem Gas, wie zum Beispiel grünen Wasserstoff, investieren.
  • in attraktiven öffentlichen Nahverkehr und in die Fahrradinfrastruktur investiert, alle neuen Autobahnprojekte stoppt und ein festes Datum für ein sozialverträgliches Ende der Neuzulassung von Verbrennungsmotoren bei PKWs festlegt. Unser Vorschlag ist ein Ausstieg vor 2030.
  • sich für eine klima- und umweltfreundliche Landwirtschaft mit fairen Preisen für Erzeuger:innen sowie eine artgerechte und flächengebundene Tierhaltung einsetzt. Sie muss zudem die Agrarsubventionen überwiegend an ökologische Leistungen knüpfen.
  • jetzt eine sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft einleitet und in klimafreundliche Technologien und Prozesse investiert, statt weiter klimaschädliche Wirtschaftszweige zu subventionieren.
  • für gute Löhne sorgt und einen solidarischen Sozialstaat schafft, damit Strom, Wohnen, Lebensmittel und Mobilität klimafreundlich und gleichzeitig für alle bezahlbar sind. für Klimagerechtigkeit im Globalen Süden einsteht und die deutsche Klimafinanzierung bis 2025 mindestens verdoppelt.
  • sich gegen klimaschädliche Abkommen wie CETA und das EU-Mercosur-Abkommen einsetzt, private Schiedsgerichte ablehnt und gemeinsam mit möglichst vielen EU-Staaten aus dem Energiecharta-Vertrag aussteigt, durch den Konzerne vor geheimen Schiedsgerichten gegen die Stilllegung fossiler Kraftwerke klagen können.

Rückblick auf den Klimastreik am 24. September 2021

620.000 Menschen in über 470 Orten waren auf der Straße, um die Wahl zur Klimawahl zu machen! Neben Fridays For Future haben zahlreiche andere Initiativen der Klimabewegung teilgenommen und auch tausende weitere Menschen aus Gruppen, die sich gegen Rechts, für Feminismus oder Gesundheitsthemen engagieren.

Dieser Klimastreik hat gezeigt, wie vielfältig die Klimabewegung ist! Ganze Schulklassen, Firmenbelegschaften und Großeltern mit ihren Enkel:innen waren dabei und haben gemeinsam klargemacht: Es geht ums Ganze, denn die nächsten vier Jahre sind richtungsweisend. Für eine starke Klimapolitik gingen #AlleFürsKlima auf die Straßen! Zwei Tage vor der Bundestagswahl haben wir damit ein überdeutliches Signal für eine Klimawahl gesendet – an die Politiker:innen, die Kandidat:innen und die Wähler:innen.

DANKE an alle, die heute für die Zukunft auf die Straßen gegangen sind! Am Freitag hieß es: Ab auf die Straße! Am Sonntag heißt es: Ab zur Wahlurne! Gehen Sie wählen und geben Sie Ihrer Zukunft eine Stimme.

Spende für den Klimastreik