Naturschutz wirkt trotz globaler Krisen

Die Welt befindet sich im Umbruch. Machtverhältnisse verschieben sich, internationale Regeln geraten ins Wanken, Kriege und Konflikte dominieren die Schlagzeilen. Gleichzeitig geraten ökologische Krisen wie Klimawandel, Artensterben und der Verlust natürlicher Lebensräume zunehmend in den Hintergrund. Der neue WWF-Jahresbericht 2024/2025 zeigt: Gerade jetzt ist entschlossener Einsatz für den Schutz unseres Planeten unverzichtbar und er wirkt.

Für diesen Zweck hat der WWF Deutschland im Finanzjahr 2024/2025 137,1 Mio. Euro eingenommen. Das sind 9 Mio. Euro mehr als im Vorjahr (128,1 Mio. Euro im Finanzjahr 2023/2024). Private Spenden und Zuwendungen sowie Erbschaften machten mit 52 Prozent den Hauptanteil aus. Rund 326.000 Förderinnen und Förderer unterstützten die Arbeit des WWF.

„Für die große Unterstützung unserer Arbeit sind wir sehr dankbar. Naturschutz ist kein Luxus, sondern eine Investition in wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftliche Sicherheit weltweit“, betont Heike Vesper, Vorständin Transformation Politik & Wirtschaft beim WWF Deutschland. „Gerade in Zeiten, in denen Umweltstandards zurückgedreht werden, brauchen wir eine starke, wehrhafte Demokratie und eine engagierte Zivilgesellschaft, die unsere natürlichen Lebensgrundlagen verteidigen. Der Jahresbericht zeigt eindrucksvoll, dass Veränderung möglich ist, wenn Menschen, Organisationen und Politik gemeinsam handeln.“

Zentrale Erfolge des vergangenen Jahres belegen, dass der Multilateralismus weiterhin funktioniert. So traten sowohl das UN-Hochseeschutzabkommen also auch das erste Abkommen der Welthandelsorganisation (WTO) zur Einschränkung schädlicher Fischereisubventionen in Kraft. An beiden Prozessen war der WWF maßgeblich beteiligt. Sie gelten als wichtige Meilensteine für den Schutz der Meere und im Kampf gegen Überfischung.

Deutschlandweit hat sich die dank langfristiger Schutzmaßnahmen die Seeadlerpopulation erholt. In Thüringen wurden Luchse erfolgreich ausgewildert. International schützt der WWF unter anderem Bonobos und Waldelefanten im Salonga-Nationalpark im Kongo, pflanzte über eine Million Bäume in Ostafrika und stärkte die Biodiversität durch neue Schutzgebiete und Wildtierkorridore in Asien und Lateinamerika.

Neue Technologien spielen dabei eine wachsende Rolle. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz spürt der WWF herrenlose Fischernetze auf, trainiert Algorithmen zur Identifizierung von Waldelefanten und verbessert so den Schutz bedrohter Arten. Parallel treibt der WWF die Transformation der Wirtschaft voran – von erneuerbaren Energien über einen bundesweiten Solarstandard bis hin zur Kreislaufwirtschaft. Mit Unternehmen wie EDEKA und Beiersdorf arbeitet der WWF an nachhaltigeren Lieferketten und Produktionsweisen.

„Fortschritte können fragil sein. Umso wichtiger ist es, dass wir als Naturschutzorganisation nicht nachlassen und uns mit aller Kraft für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen einsetzen. Auch im nächsten Finanzjahr ist das der Anspruch an unsere Arbeit“, sagt Heike Vesper.

 

Hintergrund Jahresbericht

Der WWF-Jahresbericht erscheint jährlich und gibt einen Überblick über die inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit des WWF Deutschland und bilanziert das vergangene Geschäftsjahr. Die Gesamteinnahmen im Finanzjahr 2024/2025 (Juli 2024 bis Juni 2025) lagen mit 137,1 Millionen Euro über denen des Vorjahres (128,1 Millionen Euro). Die Ausgaben stiegen geringfügig auf 128,3 Millionen Euro (Vorjahr: 127,0 Millionen Euro).

„Für die große Unterstützung unserer Arbeit sind wir sehr dankbar. Naturschutz ist kein Luxus, sondern eine Investition in wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftliche Sicherheit weltweit. Gerade in Zeiten, in denen Umweltstandards zurückgedreht werden, brauchen wir eine starke, wehrhafte Demokratie und eine engagierte Zivilgesellschaft, die unsere natürlichen Lebensgrundlagen verteidigen. Der Jahresbericht zeigt eindrucksvoll, dass Veränderung möglich ist, wenn Menschen, Organisationen und Politik gemeinsam handeln.“

Heike Vesper, Vorständin Transformation Politik & Wirtschaft beim WWF Deutschland

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Kontakt

Freya Duncker

Pressesprecherin

Meeresschutz und Biodiversität / Hamburg

  • Amur-Tiger © Ola Jennersten / WWF Schweden Bedrohte Arten

    Der Rückgang der biologischen Vielfalt wird maßgeblich durch menschliches Handeln verursacht. Der WWF setzt sich weltweit für den Schutz bedrohter Arten ein. Erfahren Sie mehr zum Artenschutz