Liebe Leserinnen und Leser,

WWF Vorstand Stiftungsrat © Kathrin Tschirner
WWF-Vorstand und Stiftungsratsvoritzender (v. l. n. r.): Kathrin Samson, Selvi Naidu, Meike Rothschädl, Heike Vesper, Wilfried Gillrath

die Welt befindet sich im Umbruch. Macht verschiebt sich, Regeln wanken, Kriege und Konflikte bestimmen die Schlagzeilen. Die Zivilgesellschaft gerät unter Druck. Dabei rücken die ökologischen Krisen ebenso in den Hintergrund wie die dringend nötige wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformation. Für uns beim WWF ist deshalb klar: Der Einsatz für einen lebenswerten Planeten ist heute wichtiger denn je.

Der Multilateralismus funktioniert noch. Das hat zuletzt die Ratifizierung des UN-Hochseeschutzabkommens gezeigt. In Kraft trat zudem das erste Abkommen der World Trade Organization (WTO) zur Einschränkung schädlicher Fischereisubventionen. Es soll die Überfischung in den Meeren eindämmen. An den Verhandlungen der beiden Abkommen war der WWF federführend beteiligt.

Wo der WWF wirkt, wo er erfolgreich war und wie er dabei vorgegangen ist, um die Klimakrise, das Artensterben, die Plastikverschmutzung und den Verlust natürlicher Lebensräume einzudämmen, zeigt der Jahresbericht 2024/2025 gewohnt eindrucksvoll.

In Thüringen wurden Luchse erfolgreich ausgewildert. Durch langjährige Schutzmaßnahmen hat sich die Seeadlerpopulation erholt. Im afrikanischen Salonga-Nationalpark helfen unsere Maßnahmen beim Schutz von Bonobos und Waldelefanten, während in Ostafrika über eine Million Bäume gepflanzt wurden, um Waldlandschaften wiederherzustellen. In Asien und Lateinamerika wurden Schutzgebiete erweitert, Wildtierkorridore geschaffen und die Biodiversität durch gezielte Projekte gestärkt.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) ermöglicht dem WWF effizientere Arbeitsweisen. So spüren wir über eine eigens entwickelte Plattform unter Einsatz von KI herrenlose Fischernetze auf. In Afrika wird mit Kameraaufnahmen von Waldelefanten aus dem vom WWF betreuten Dzanga-Sangha-Schutzgebiet ein Algorithmus trainiert, um noch unbekannte Waldelefanten anderenorts individuell zu identifizieren und mehr über ihre Wanderrouten zu lernen.

Zudem treibt der WWF die Transformation der Wirtschaft für den Klimaschutz voran. Der WWF setzt sich für die Förderung erneuerbarer Energien, die Einführung eines bundesweiten Solarstandards und die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft ein, um Ressourcen effizienter zu nutzen und CO2-Emissionen zu reduzieren. Durch Partnerschaften mit Unternehmen wie EDEKA und Beiersdorf unterstützt der WWF nachhaltige Lieferketten und Produktionsmethoden. Die Industrie ermutigen wir, Kreislaufwirtschaftstechnologien zu nutzen. Die Stahl-, Chemie- und Zementindustrie kann damit Kosten senken und sich unabhängiger machen von fossilen Energien.

Bei all diesen Vorhaben unterstützten uns im vergangenen Geschäftsjahr rund 326.000 Förderinnen und Förderer. Wir bedanken uns dafür von ganzem Herzen.

Ihre Unterstützung macht den Unterschied. Denn die Erfolge der vergangenen Jahre stehen unter Druck. Wichtige Umweltgesetze wurden zuletzt zurückgedreht – beim Klimaschutz, bei der Wärmewende oder bei sozialen und ökologischen Standards in globalen Lieferketten. Umso mehr brauchen wir eine engagierte Zivilgesellschaft und eine starke, wehrhafte Demokratie, die Naturschutz möglich machen. Dass dieser Einsatz lohnt, zeigen die Erfolge dieses Jahres. Sie stärken nicht nur die Umwelt, sondern auch wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftliche Sicherheit.

Wir freuen uns darauf, auch im nächsten Jahr gemeinsam mit Ihnen wirksam zu sein und mit jedem noch so kleinen Schritt eine Zukunft zu gestalten, in der Mensch und Natur in Einklang miteinander leben. Veränderung ist möglich.
Sie beginnt genau jetzt.

Den kompletten Jahresbericht hier downloaden

WWF-Bericht „Nachhaltiges Wirtschaften“

In der Zusammenarbeit mit Unternehmen will der WWF zeigen, dass Nachhaltigkeit sowohl eine Notwendigkeit als auch eine Chance ist. Gemeinsam gehen wir voran, statt stillzustehen. Wie solche Partnerschaften aussehen, erfahren Sie in unserem Blick auf die Unternehmensarbeit 2024/2025.

Unterstützen Sie unsere Arbeit zum Schutz der Natur

Die Jahresberichte der vergangenen Jahre