Erneuerbare Energien © iStock / Getty Images

Pressestatement zur 1. Lesung EEG und Netzpaket im Bundestag

Stand: 23.09.2026

Bremsklotz für das Zugpferd

Berlin, 23.9.2026: Vor der ersten Lesung zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und des Netzpakets am Donnerstag fordert der WWF, die Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen aufrecht zu erhalten und auch in Regionen mit hoher Netzauslastung Planungs- und Investitionssicherheit für Wind- und Solarenergie zu gewährleisten. Im Entwurf des Kabinetts wird aktuell bestehenden, sinnvollen Instrumenten ein Riegel vorgeschoben. Das würde den nötigen Wandel weg von schädlichen und teuren fossilen Energien und hin zu sicherer, heimischer Energieerzeugung aus Wind und Sonne ausbremsen. Dazu sagt Vanessa Klocke, Co-Leiterin Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland:

„Das Erneuerbare-Energien-Gesetz sollte Zugpferd für Deutschlands Zukunftsfähigkeit bleiben – und keinen Bremsklotz angehängt bekommen. Der Netzausbau ist die Basis, damit das Pferd schnell vorankommt. Die Abgeordneten des deutschen Bundestags haben es jetzt in der Hand, die Verfehlungen des Kabinettsentwurfs zum EEG und Netzpaket zu korrigieren. Dazu gehört insbesondere, den Ausbau der Erneuerbaren bei möglichen Betreibern anzureizen, statt diese zu vergraulen. Statt der Energiewende Steine in den Weg zu legen, sollten alle Kräfte darauf verwendet werden, unser Energiesystem mithilfe von Wind und Sonne sauber, unabhängig und zukunftsfest aufzustellen. Dafür brauchen wir bessere Netze mit mehr Digitalisierung und mehr Flexibilität. Unterm Strich bleibt: Auch das neue EEG mitsamt Netzpaket könnten sich in die energiepolitischen Rückschritte dieser Bundesregierung einreihen.“

Der WWF hat Stellungnahmen zur EEG-Novelle und dem Netzpaket eingereicht, Sie finden sie hier: 
EEG: https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Klima/260721-WWF-Stellungnahme-EEG.pdf 
Netzpaket: https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Klima/260720-WWF-Stellungnahme-Netzanschlusspaket.pdf  

WWF-Logo

Kontakt

Lea Vranicar

Pressesprecherin

Klimaschutz und Energiepolitik / Berlin