Beim Klimastreik am 22. Oktober 2021 demonstrierte der WWF mit Fridays For Future in Berlin für eine Klima-Koalition. Die Bundestagswahl hat gezeigt: Klimaschutz ist den Wähler:innen ein wichtiges Thema. Das ist ein großer Erfolg unseres Protests!

Damit sind Klimakrise und Artensterben noch nicht gestoppt. Die politischen Entscheidungen der nächsten vier Jahre bestimmen maßgeblich, ob wir den deutschen Beitrag für das 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens noch einhalten können. Die neue Regierung muss daher umfassende Maßnahmen für konsequenten Klimaschutz im Koalitionsvertrag festschreiben und umsetzen, bevor es zu spät ist.

Danke an alle, die dabei waren

Laut Veranstalter trotzten mehr als 20.000 Menschen beim Klimastreik Sturm und Regen. Unter dem Motto „Ihr lasst uns keine Wahl“ zog der Demonstrationszug vom Brandenburger Tor in Berlin zur SPD-Zentrale, dem Willy Brandt Haus. Die klare Botschaft an eine Ampel-Koalition: Klimaschutz ist nicht verhandelbar! Um 15 Uhr wurde die Demonstration aufgrund des schlechten Wetters von der Polizei etwas früher als geplant aufgelöst.

Danke an alle, die heute auf den Straßen oder im Herzen dabei waren! 

Was wir fordern

Gemeinsam mit einem breiten Bündnis fordern wir von der zukünftigen Regierung, dass sie:

  • spätestens 2030 aus der Kohle aussteigt und dafür sorgt, dass Menschen für Kohle nicht ihr Zuhause verlieren.
  • die Erneuerbaren auf mindestens 80 Prozent Anteil am Bruttostromverbrauch bis 2030 natur- und sozialverträglich ausbaut. Sie muss Maßnahmen zur Energieeinsparung ergreifen und in Alternativen zu fossilem Gas, wie zum Beispiel grünen Wasserstoff, investieren.
  • in attraktiven öffentlichen Nahverkehr und in die Fahrradinfrastruktur investiert, alle neuen Autobahnprojekte stoppt und ein festes Datum für ein sozialverträgliches Ende der Neuzulassung von Verbrennungsmotoren bei PKWs festlegt. Unser Vorschlag ist ein Ausstieg vor 2030.
  • sich für eine klima- und umweltfreundliche Landwirtschaft mit fairen Preisen für Erzeuger:innen sowie eine artgerechte und flächengebundene Tierhaltung einsetzt. Sie muss zudem die Agrarsubventionen überwiegend an ökologische Leistungen knüpfen.
  • jetzt eine sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft einleitet und in klimafreundliche Technologien und Prozesse investiert, statt weiter klimaschädliche Wirtschaftszweige zu subventionieren.
  • für gute Löhne sorgt und einen solidarischen Sozialstaat schafft, damit Strom, Wohnen, Lebensmittel und Mobilität klimafreundlich und gleichzeitig für alle bezahlbar sind. für Klimagerechtigkeit im Globalen Süden einsteht und die deutsche Klimafinanzierung bis 2025 mindestens verdoppelt.
  • sich gegen klimaschädliche Abkommen wie CETA und das EU-Mercosur-Abkommen einsetzt, private Schiedsgerichte ablehnt und gemeinsam mit möglichst vielen EU-Staaten aus dem Energiecharta-Vertrag aussteigt, durch den Konzerne vor geheimen Schiedsgerichten gegen die Stilllegung fossiler Kraftwerke klagen können.

Rückblick auf den Klimastreik am 24. September 2021

620.000 Menschen in über 470 Orten waren auf der Straße, um die Wahl zur Klimawahl zu machen! Neben Fridays For Future haben zahlreiche andere Initiativen der Klimabewegung teilgenommen und auch tausende weitere Menschen aus Gruppen, die sich gegen Rechts, für Feminismus oder Gesundheitsthemen engagieren.

Dieser Klimastreik hat gezeigt, wie vielfältig die Klimabewegung ist! Ganze Schulklassen, Firmenbelegschaften und Großeltern mit ihren Enkel:innen waren dabei und haben gemeinsam klargemacht: Es geht ums Ganze, denn die nächsten vier Jahre sind richtungsweisend. Für eine starke Klimapolitik gingen #AlleFürsKlima auf die Straßen! Zwei Tage vor der Bundestagswahl haben wir damit ein überdeutliches Signal für eine Klimawahl gesendet – an die Politiker:innen, die Kandidat:innen und die Wähler:innen.

DANKE an alle, die heute für die Zukunft auf die Straßen gegangen sind! Am Freitag hieß es: Ab auf die Straße! Am Sonntag heißt es: Ab zur Wahlurne! Gehen Sie wählen und geben Sie Ihrer Zukunft eine Stimme.

Spende für den Klimastreik