Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen und die Begrenzung des Klimawandels auf unter 2°C stellen die größten Herausforderungen unserer Zeit dar. Eine nachhaltige Circular Economy ist eine Schlüsselstrategie für das Wirtschaften innerhalb der planetaren Grenzen.

Das Verbundvorhaben CEWI der Stiftung 2°-Deutsche Unternehmer für Klimaschutz, dem WWF Deutschland und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH leistet einen Beitrag zur unternehmerischen Umsetzung von Circular Economy Lösungen in Deutschland.

Mit dem CEWI Vorhaben zeigen wir konkrete Möglichkeiten auf, wie Circular Economy nicht nur zur Ressourcenschonung, sondern auch zum Klimaschutz beitragen, Innovationen vorantreiben und zum nachhaltigen und erfolgreichen Geschäftsmodell werden kann.

Die Handlungsfelder

Das Vorhaben fokussiert auf die Wertschöpfungsketten der Gebäude- und Automobilsektoren.

Automobil

Aufgrund der stetig steigenden CO2-Emissionen und des hohen Bedarfs an Ressourcen, besteht großer Handlungsbedarf im Automobilsektor im Hinblick auf eine klimaneutrale Circular Economy. Das CEWI Projekt setzt im Bereich Automobil einen Fokus auf Handlungsfelder, welche besondere Klima- und Ressourcenschutzpotenziale aufweisen, der Stand der Entwicklung vorteilhaft ist und gute Chancen für neue Geschäftsmodelle bestehen: recyclingorientierte Konstruktion, Rezyklateinsatz, Altfahrzeugverwertung, Leichtbau, Wiederaufbereitung und Wiederverwendung von Fahrzeugkomponenten sowie nachwachsende Rohstoffe.

Modulbau © Tim David Collection / Shutterstock
Modulbau © Tim David Collection / Shutterstock

Gebäude

Im gesamten Lebenszyklus von Gebäuden entstehen hohe CO2-Emissionen. Zudem ist der Sektor für 55 Prozent des gesamten Abfallaufkommens in Deutschland verantwortlich. Das CEWI Projekt setzt im Bereich Gebäude einen Fokus auf Handlungsfelder, die besondere Klima- und Ressourcenschutzpotenziale aufweisen, der Stand der Entwicklung vorteilhaft ist und gute Chancen für neue Geschäftsmodelle bestehen: Leichtbau, modulare Bauweise, alternative Nutzungskonzepte für Wohn- und Bürogebäude, zirkulärer Baustoffhandel, Wiederverwendung von Baustoffen und Komponenten sowie nachwachsende Rohstoffe.

Der Ablauf des Verbundvorhabens

Die Vorhabenpartner führen rund 30 Unternehmen und weitere relevante Akteure (z.B. Kommunen, Verbände) in einem zielgerichteten, moderierten Prozess zusammen, um innovative Geschäftsmodelle und Projektideen zu entwickeln. Dieser Prozess wird wissenschaftlich begleitet, sodass Projekte mit zentralen Potenzialen zur Emissionsminderung und Rohstoffeffizienz ausgewählt und Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit ermöglicht werden. Mit der Politik ist der Austausch zu Hemmnissen und zu Bedarfen der Forschung und Förderung geplant.

  • Virtuelle Auftaktveranstaltung am 10. Juni 2021
  • Beginn der Workshops ab Herbst 2021

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Silke Küstner

Project Manager Circular Economy