Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen und die Begrenzung des Klimawandels auf unter 2°C stellen die größten Herausforderungen unserer Zeit dar. Eine nachhaltige Circular Economy ist eine Schlüsselstrategie für das Wirtschaften innerhalb der planetaren Grenzen.

Das Verbundvorhaben CEWI der Stiftung KlimaWirtschaft, des WWF Deutschland und des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie gGmbH leistet einen Beitrag zur unternehmerischen Umsetzung von Circular Economy Lösungen in Deutschland.

Mit dem CEWI Vorhaben zeigen wir konkrete Möglichkeiten auf, wie Circular Economy nicht nur zur Ressourcenschonung, sondern auch zum Klimaschutz beitragen, Innovationen vorantreiben und zum nachhaltigen und erfolgreichen Geschäftsmodell werden kann.

 

Die Handlungsfelder

Das Vorhaben fokussiert auf die Wertschöpfungsketten der Gebäude- und Automobilsektoren.

Gebäude

Modulbau © Tim David Collection / Shutterstock
Modulbau © Tim David Collection / Shutterstock

Im gesamten Lebenszyklus von Gebäuden entstehen hohe CO2-Emissionen. Zudem ist der Sektor für 55 Prozent des gesamten Abfallaufkommens in Deutschland verantwortlich. Das CEWI Projekt setzt im Bereich Gebäude einen Fokus auf Handlungsfelder, die besondere Klima- und Ressourcenschutzpotenziale aufweisen, der Stand der Entwicklung vorteilhaft ist und gute Chancen für neue Geschäftsmodelle bestehen: Leichtbau, modulare Bauweise, alternative Nutzungskonzepte für Wohn- und Bürogebäude, zirkulärer Baustoffhandel, Wiederverwendung von Baustoffen und Komponenten sowie nachwachsende Rohstoffe.

Projekte im Sektor Gebäude

  1. Simulator IT Tool: Gemeinsam soll ein integratives Tool entwickelt werden, dass die Wiederverwendung von Baustoffen, Bauteilen und ganzen Bauwerken eines Quartiers einschätzen und auf dieser Basis mögliche neue Gebäudetypen entwerfen kann.
  2. Jugendherberge For Future: Für die Jugendherberge Balingen-Lochen wird ein Konzept zur nachhaltigen Sanierung, Modernisierung und Finanzierung mithilfe von CE-Ansätzen entwickelt. Der Kreislaufgedanke soll nicht nur im Gebäude sichtbar werden, sondern sich auch in den Bildungsangeboten des Hauses spiegeln. Als Leitfaden dient das Konzept zur Weiterentwicklung anderer Jugendherbergen in Baden-Württemberg und Deutschland.
  3. Politikdialog: Um die dringend nötigen Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft im Gebäudesektor abzustecken, bedarf es des aktiven Austauschs zwischen Politik und Wirtschaft. Mithilfe einer Veranstaltung soll ein politischer Fachdialog initiiert werden, der mögliche Herausforderungen und Potenziale bei der Ausgestaltung thematisiert.
  4. Gebäudefinanzierung: Sollen Gebäude künftig im Einklang mit den Klimazielen gebaut und betrieben werden, bedarf es auch bei der Finanzierung zirkulärer Kriterien. Hierfür wird gemeinsam ein Open Source Kriterienkatalog entwickelt, der vor allem das Finanzwesen beim nächsten Schritt in eine Circular Economy des Gebäudesektors unterstützen soll.

Automobil

Aufgrund der stetig steigenden CO2-Emissionen und des hohen Bedarfs an Ressourcen, besteht großer Handlungsbedarf im Automobilsektor im Hinblick auf eine klimaneutrale Circular Economy. Das CEWI Projekt setzt im Bereich Automobil einen Fokus auf Handlungsfelder, welche besondere Klima- und Ressourcenschutzpotenziale aufweisen, der Stand der Entwicklung vorteilhaft ist und gute Chancen für neue Geschäftsmodelle bestehen: recyclingorientierte Konstruktion, Rezyklateinsatz, Altfahrzeugverwertung, Leichtbau, Wiederaufbereitung und Wiederverwendung von Fahrzeugkomponenten sowie nachwachsende Rohstoffe.

Projekte im Sektor Automobil

  1. Digitaler Produktpass: Der digitale Produktpass ist in der Lage, die Circular Economy zu befähigen. Momentan überwiegen allerdings die offenen Fragen und Unklarheiten bei der Gestaltung desselben. Industrie und Wirtschaft fürchten bürokratische Hürden und Wettbewerbsnachteile. Genau jetzt bedarf es deshalb einer regelmäßigen, neutralen Austauschplattform, bei der Politik und Wirtschaft in den Dialog treten können.
  2. Fahrzeugverwertungsfabrik: Noch spielen Altautos als Rohstoffquelle im Prozess der Automobilproduktion eine untergeordnete Rolle. Mit Blick auf den nötigen Wandel von linearem zu zirkulärem Wirtschaften soll ein Konzept für eine industrialisierte, branchenweite Fahrzeug­verwertungs­fabrik entwickelt werden, die Fahrzeugteile aber auch Rohstoffe berücksichtigt.

Der Ablauf des Verbundvorhabens

Die Vorhabenpartner führen über 40 Unternehmen und weitere relevante Akteure (z.B. Kommunen, Verbände) in einem zielgerichteten, moderierten Prozess zusammen, um innovative Geschäftsmodelle und Projektideen zu entwickeln. Dieser Prozess wird wissenschaftlich begleitet, sodass Projekte mit zentralen Potenzialen zur Emissionsminderung und Rohstoffeffizienz ausgewählt und Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit ermöglicht werden. Mit der Politik ist der Austausch zu Hemmnissen und zu Bedarfen der Forschung und Förderung geplant.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert und durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz fachlich begleitet.

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    Der Aufbau einer nachhaltigen Circular Economy bedarf eines grundsätzlichen Umdenkens, weg vom klassischen Abfallmanagement. Zurück zu "Circular Economy"

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Silke Küstner

Project Manager Circular Economy