Jesús, wenn eine Farm neu ins Projekt aufgenommen wird – wie gehst du dabei vor?
Am Anfang steht immer eine Bestandsaufnahme. Wir schauen uns an, welche Pflanzen-und Tierarten auf der Farm vorkommen und in welchem ökologischen Zustand sich die Flächen befinden. Besonders wichtig ist dabei der Blick auf Insekten, denn viele von ihnen können uns beim Pflanzenschutz unterstützen. Ich checke also: Welche Schädlinge gibt es und welche Nützlinge sind bereits vorhanden?
Bei Rundgängen über die Farmen lässt sich außerdem viel über die bisherige Bewirtschaftung erkennen – etwa ob viele Pestizide eingesetzt wurden oder wie die Flächen gepflegt werden. Diese Beobachtungen ergänzen wir durch Gespräche mit den Landwirt:innen und Agrartechniker:innen. Nur so verstehen wir, wo die größten Potenziale für mehr Biodiversität liegen, und welche Maßnahmen als erstes sinnvoll sind.