Das Naturschutzgebiet Tabin im malaysischen Bundesland Sabah auf der Insel Borneo wurde 1984 gegründet. Dort leben noch rund 1.200 Orang-Utans, 350 Elefanten und weniger als 50 Bantengs, eine wilde Rinderart. Das Gebiet beheimatet zudem den sehr seltenen Sunda-Nebelparder.
Die Region wird von Dörfern, kleinen und mittelgroßen Farmen, aber auch von industriellen Palmölplantagen geprägt. Mit dem „Sabah Landscapes Programme“ verfolgt der WWF einen Landschaftsansatz, um die fortschreitende Entwaldung, die negativen Auswirkungen der Palmöl-Produktion zu verringern sowie degradierte Flächen wiederherzustellen. Das Programm verfolgt drei zentrale Schwerpunkte. Diese sind eingebettet in das politische Ziel der Regierung von Sabah, bis 2030 die Palmölproduktion zu 100 Prozent nach dem Standard des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) zertifizieren zu lassen sowie 30 Prozent der Landesfläche als geschützten Wald zu deklarieren und insgesamt 50 Prozent Bewaldung zu erhalten.
- Protect: Schutz der heimischen Wälder und ihrer Artenvielfalt
- Produce: nachhaltigere Produktion von Palmöl
- Restore: Wiederherstellung von degradierten Flächen als ökologische Korridore
Das WWF-Projekt, das Evonik seit 2020 gemeinsam mit Beiersdorf als Sponsor begleitet, knüpft an diese drei Schwerpunkte an: Es will eine Ausweitung des Palmölanbaus verhindern, heimische Tierarten vor dem Verlust ihres Lebensraums bewahren und Mensch-Tier-Konflikte eindämmen. Zweitens will es Farmer:innen kleiner und mittelgroßer Plantagen dabei unterstützen, ihre Palmölproduktion auf den RSPO-Standard umzustellen. Und drittens will es Tabin durch einen ökologischen Korridor mit dem im Süden liegenden Silabukan-Schutzgebiet verbinden, um Wanderbewegungen von Orang-Utans und anderen Arten zu ermöglichen.