Seit 2016 arbeiten die Beiersdorf AG und der WWF gemeinsam an der Dekarbonisierung des DAX-Konzerns sowie an der Förderung nachhaltiger Landnutzung. Die Verknüpfung von transformativer Arbeit und Naturschutz in Projektgebieten in Asien zeigt den ganzheitlichen Ansatz der Kooperation.

Durch gemeinsame Interventionen in der Lieferkette, wie beispielsweise über ein Kleinbauern Projekt in Indonesien, soll der Bezug von entwaldungsfreien und regenerativen Ressourcen sichergestellt werden. Außerdem verbinden WWF und Beiersdorf ganz bewusst nachhaltige Landnutzung mit Investitionen in natürliche CO2-Senken, Habitat- und Artenschutz.

Gemeinsam für eine klimapositive Zukunft

Beiersdorf AG / WWF Kooperation
Beiersdorf AG / WWF Kooperation

Wenn wir die globale Erwärmung auf max. 1.5°C begrenzen wollen, braucht es entschlossenes Handeln. Die globalen Treibhausgasemissionen müssen ab 2020 sinken, bis 2030 halbiert und bis spätestens 2050 auf netto-null reduziert werden.

Gemeinsam mit dem WWF stellt sich Beiersdorf dieser Verantwortung und treibt seine Dekarbonisierung systematisch voran. So verfolgt Beiersdorf seit 2020 als eines der ersten DAX 30 Unternehmen ein ambitioniertes, von der Science-Based Targets Initiative (SBTi) verifiziertes Klimaziel. Demnach wird das Unternehmen – inklusive der tesa Gruppe – bis 2025 seine absoluten Scope 1 & 2 Emissionen um 30 Prozent sowie seine Scope 3 Emissionen um 10 Prozent reduzieren (Basisjahr 2018). Erreichen wird Beiersdorf dies über eine tatsächliche CO2-Minderung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg.

Mit dem integrierten Ansatz aus lokalem Naturschutz und transformativer Arbeit im eigenen Unternehmen, sowie dem Eintreten für klimafreundliche Rahmenbedingungen, beispielsweise als Unterzeichner des SBTi-Aufrufs für grüne Konjunkturprogramme als Antwort auf die Corona-Krise, legen Beiersdorf und WWF gemeinsam eine zeitgemäße Klimastrategie vor.

Kleinbauernprojekt in West Kalimantan, Indonesien

Borneo ist die drittgrößte Insel der Welt und zeichnet sich durch eine einzigartige Artenvielfalt aus. Neben Säugetieren wie Orang-Utans leben hier auch hunderte Vogel-, Amphibien- und Fischarten. Der Wald auf Borneo gehört zu den wichtigsten Regenwaldgebieten der Erde, doch in den letzten Jahrzehnten ist die Entwaldung immer weiter vorangeschritten. Großindustrien aus dem Bereich der Land- und Forstwirtschaft, aber auch Kleinbauern roden Naturwald, um neue Palmölplantagen anzulegen, weswegen die Region für den WWF ein stark priorisiertes Gebiet für Naturschutz ist.

In West Kalimantan, dem indonesischen Teil der Insel Borneo, setzen der WWF und Beiersdorf seit 2018 gemeinsam ein Projekt mit Kleinbauern um. Die Ziele des Projekts sind: 

  • Verhinderung der weiteren Entwaldung
  • Förderung des Anbaus von nachhaltigem Palmöl
  • Verbesserung des Lebensstandards der Kleinbauern und ihrer Familien 

Um die genannten Ziele zu erreichen, soll das Bewusstsein für den nachhaltigen Anbau von Palmöl bei Kleinbauern sowie in Gemeinden, lokalen Behörden und Unternehmen erhöht werden. Die Kleinbauern werden dabei unterstützt, ihre Palmölplantagen professioneller und nachhaltiger zu bewirtschaften, um zukünftig gemäß des ISPO Standard (indonesischer Standard für Palmöl) und später auch dem RSPO Standard (globaler Standard für nachhaltigeres Palmöl) zertifiziert werden zu können. Im Rahmen des Projekts werden z. B. Trainings vor Ort durchgeführt, um den institutionellen Aufbau von Kleinbauern-Verbänden sowie nachhaltige Bewirtschaftungspraktiken zu fördern. Darüber hinaus werden die Kleinbauern dabei unterstützt, Zugang zu qualitativ hochwertigen Setzlingen zu erhalten und es werden Kontakte zu Vertretern der lokalen Palmöl-Mühlen hergestellt, um einen besseren Marktzugang zu realisieren.

Unterstützung der Gemeinden vor Ort

Training für Palmöl-Kleinbauern © WWF Indonesien
Training für Palmöl-Kleinbauern © WWF Indonesien

Darüber hinaus ist es WWF und Beiersdorf ein Anliegen, die lokalen Gemeinden zu stärken. Beispielsweise soll der Zugang zu sauberem Trinkwasser gesichert und weitere Einkommensquellen, die nicht vom Wald abhängen, für die Bevölkerung vor Ort erschlossen werden. So wird im Rahmen des Projekts z.B. eine Frauengruppe, die Kunsthandwerk herstellt, durch Trainings unterstützt. Eine Gruppe von Kleinbauern lernt in Schulungen, wie sie Kautschuk nachhaltig anbauen und ihre Erträge gemeinsam vermarkten können. Die Verbesserung der Trinkwasserversorgung wird ergänzt durch ein „Green School“-Konzept, das die Bedeutung von sauberem Trinkwasser für die Gesundheit sowie Umweltbildung an Schulen verankert.

Über die Beiersdorf AG

Die Beiersdorf AG ist ein führender Anbieter innovativer und hochwertiger Hautpflegeprodukte und verfügt über mehr als 135 Jahre Erfahrung in diesem Marktsegment. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Hamburg beschäftigt weltweit rund 20.000 Mitarbeiter und ist im deutschen Leitindex für Aktien, dem DAX, gelistet. Im Geschäftsjahr 2019 erzielte Beiersdorf einen Umsatz von 7,6 Mrd. Euro. Das Beiersdorf Produktportfolio zeichnet sich durch starke, international führende Haut- und Körperpflegemarken aus, zu denen u. a. NIVEA – die weltweit größte Hautpflegemarke* –, Eucerin, Hansaplast/Elastoplast und La Prairie gehören. Mit ihren innovativen und hochwertigen Produkten überzeugen sie Tag für Tag Millionen von Menschen weltweit. Weitere namhafte Marken wie Labello, Aquaphor, Florena, 8X4, Hidrofugal, atrix, Maestro und Coppertone ergänzen das umfangreiche Portfolio. Die hundertprozentige Tochtergesellschaft tesa SE, ein ebenfalls weltweit führender Hersteller in ihrer Branche, versorgt Industrie, Gewerbe und Konsumenten mit selbstklebenden Produkt- und Systemlösungen.


Beiersdorf übernimmt bewusst Verantwortung und setzt sich für den Ausbau einer nachhaltigeren Wertschöpfungskette ein. Deshalb hat das Unternehmen, angeleitet von den „Sustainable Development Goals“ sowie den zehn Prinzipien des UN Global Compact, die Nachhaltigkeitsagenda CARE BEYOND SKIN erarbeitet, die nun integraler Bestandteil der C.A.R.E.+-Unternehmensstrategie ist.

* Quelle: Euromonitor International Limited; NIVEA als Dachmarke in den Kategorien Gesichts-, Körper- und Handpflege; Handelsumsatz 2019.

 

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Dorle Bahr

Beiersdorf AG

Antje Rosin

WWF Deutschland